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Aus der Stadt Hannoveranerin bei Meisterschaft der Maskenbildner
Hannover Aus der Stadt Hannoveranerin bei Meisterschaft der Maskenbildner
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00:16 18.02.2017
Von Jutta Rinas
An einer Gipsbüste probiert Maskenbildnerin Leonie Geiser den Look ihres Dornröschens Schritt für Schritt aus. Quelle: Villegas
Hannover

Wie sieht ein modernes Dornröschen aus? Eines, das auf einer Bühne von heute sein Publikum nicht langweilt, sondern für Aufmerksamkeit sorgt? Maskenbildnerin Leonie Geiser von der Oper Hannover hat eine ungewöhnliche Antwort auf diese Frage gefunden. Mit einem „Rosen-Afro“ auf dem Kopf stellt sie sich die Prinzessin aus Grimms’s Märchen vor. Dornige Rosen sollen überdies überall aus der Haut herauswachsen.

Leonie Geiser arbeitet in ihrer Maske an ihrem Dornröschen-Model.

Die Juroren bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft für Maskenbilder in Ausbildung hat die Auszubildende im ersten Lehrjahr in den Werkstätten der Oper jedenfalls überzeugt. Als eine von acht Finalistinnen wird sie Anfang April ihren „Dornröschen“-Entwurf während der „Make-up artist design show“, einer Fachmesse für Maskenbildner und Visagisten in Düsseldorf, am lebenden Objekt präsentieren. 35 angehende Maskenbildner aus ganz Deutschland hatten sich beworben. Beim Sieg winkt nicht nur ein Pokal, sondern ein Preisgeld über 1000 Euro. Das Thema des Wettbewerbs 2017 sind Märchen.

Weil Märchen immer „eine helle und eine dunkle Seite“ haben, hat Geiser sich für eine morbide Schönheit entschieden. Ihr Dornröschen dürfe nicht „zu puppig“ sein, sondern müsse auch die „ewige Schattenseite“ der Märchen zeigen, sagt die 29-Jährige. 90 Minuten hat sie im Wettbewerb Zeit, ihr Modell zu schminken und mitsamt aufwändigem Rosen-Kopfputz zu präsentieren. Ganz schön wenig Zeit sei das, sagt die Frau, die mit dem ausdrucksstark geschminkten Gesicht und dem knappen Pony selbst auffällig gestylt ist: „Das wird wohl aufregend werden.“

Damit mit ihrer Maske alles reibungslos klappt, hat Geiser schon im Dezember eine Gipsmaske vom Kopf der Freundin angefertigt, die sie später live auf der Bühne herrichten wird. An ihr probiert sie aus, aus welchem Material sie die Kunstrosen letztlich herstellen wird, so dass sie sie auf der Haut problemlos befestigen und bearbeiten kann. Denn: „Die Rosen sollen nicht frisch aussehen, sondern auch ein wenig Patina haben.“ Wie viel Arbeit in so einer Maske steckt, kann man allein daran sehen, dass Geiser in den kommenden sechs Wochen von ihrem Chef von ihrer Arbeit freigestellt ist - und sich ganz ihrer Wettbewerbsmaske widmen darf.

Anregungen dazu holt sie sich auch im Internet: So hat sie in einem Forum für Modelleisenbahner den Tipp gefunden, dass man einen bestimmten Metalldraht zum Formen der Bäume in einer Modelleisenbahnlandschaft gut verwenden. Das und vieles andere probiert sie jetzt aus, um am Ende ganz hinter ihrem Kunstwerk zu verschwinden. „Ich mache meinen Job gut, wenn man hinterher an der Maske nicht mehr sieht, dass ich da dran war.“

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