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"Hannover ist keine Filmstadt"

Film „No Future war gestern“ "Hannover ist keine Filmstadt"

Hannover ist keine Filmstadt. Super, finden die Produzenten des hannoverschen Films „No Future war gestern“. Am 9.April soll der Film seine erste öffentliche Vorführung im Cinestar in Garbsen haben. Die Tickets sind bereits ausverkauft und das Interesse ist groß.

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Hannover. Eine Schule in der Stadt. Lehrerin Miri kommt gut an bei ihren Schülern. Früher war sie mal Rocksängerin. Ihre Karriere ist beendet, ihre frische Art hat sie sich bewahrt. Das Kollegium ist irritiert, der Vater eines Schülers, den sie um Geld bittet, um neue Instrumente für den Musikunterricht anzuschaffen, blamiert sie. Als sein Sohn, der Miris Schüler ist, bei ihr Schutz sucht, nimmt die Geschichte Fahrt auf und kurvt durch eine Reihe von Absurditäten, Zufällen und Kapriolen.

Szenenbilder aus dem Film "No Future war gestern!".

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Eine Actionkomödie. Aus Hannover. In Hannover. Und zuallererst für Hannover. Bevor der Film bundesweit abgeht. Das hoffen jedenfalls die Produzenten. Aus Hannover. Ein Büro in Vahrenwald. Zwischen den Schreibtischen stehen Umzugskisten, vielleicht ist es auch umgekehrt. Mittendrin sitzen zwei Filmmenschen, ein bisschen gestresst, aber glücklich. Andy Barthel und Susi Duhme sind die Produzenten von „No Future war gestern“. Das heißt in diesem Fall: Sie sind Initiatoren, Macher, Organisatoren, Antreiber, Durchzieher, Betreuer, Motivatoren, Vermarkter und Verkäufer des Films. Und Optimisten sind sie auch: „Fack ju Göthe“ sei ja auch ein Überraschungserfolg geworden, sagt Produktionsleiterin Susi Duhme schmunzelnd. Natürlich sei das nicht ganz zu vergleichen, ergänzt Kollege Barthel, der während der Drehzeit im August 2015 für Kamera und Schnitt den Hut auf hatte – neben dem Mädchen-für-alles-Job, den er und Duhme sowieso machen. Hier gehe es um ein Budget von gut 20 000 Euro – ohne große Filmförderung. Das „Independent“ im Firmennamen ist Programm, das war schon beim Vorgängerfilm „Los Veganeros“ so. Dafür redet niemand rein, und was sie mit dem wenigen Geld, viel Einfallsreichtum, Improvisationstalent und einem gutem Netzwerk geschafft haben, macht sie stolz.

Allein die Namen sind beeindruckend: Unter den Schauspielern finden sich bekannte Fernsehseriengesichter wie Lisa Tzschirner, Fabian Harloff, Rosalie Wolff, Kalle Haverland, Olivia Klemke, Nils Brunkhorst und als Gast „Ostwind“-Star Marvin Linke, aber auch Lokalmatadoren wie Wohnraumheld und Fury-Gitarrist Christof Stein-Schneider. Das Buch schrieb Stephan Guddat, der in Hannover das Publikum unter anderem mit Krimi-Dinners in Atem hält. Die Regie hat Rivka Schimmelpfeng übernommen, den Soundtrack steuert in seiner ersten Filmmusik-Arbeit der langjährige Kunze-Kollaborateur Heiner Lürig bei. Der Titelsong stammt von den Abstürzenden Brieftauben, über die Duhme und Barthel mal eine Dokumentation gedreht haben. Man kennt sich eben im filmtechnisch überschaubaren Hannover.
Von der Kooperationsbereitschaft vieler Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen sind die beiden Macher schier überwältigt. Das Sarstedter Gymnasium stellte für fast eine Ferienwoche die Schulräume zur Verfügung. Ein kleiner Supermarkt in Resse ließ die Crew während der Öffnungszeiten drehen und sogar zweimal einen großen Turm mit Maisdosen umwerfen. „Die Dosen mussten wir nicht mal bezahlen, die haben dann ziemlich lange Mais gegessen“, sagt Barthel.

Nun ist der Film nach monatelanger Nachbearbeitung fertig. Am 9. April wird er im Cinestar Garbsen in einer 11-Uhr-Matinee gezeigt. Ein Saal ist schon ausverkauft, ein zweiter soll es werden (Karten übers Cinestar). Im Mai läuft „No Future war gestern“ im hannoverschen Apollo. Was dann kommt – abwarten. „Das Interesse ist da“, sagt Barthel, der natürlich auch Verleiher und Akquisiteur ist. Denn nur ein Job war gestern.

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