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Aus der Stadt Hannovers Abiturienten feiern Mottowoche
Hannover Aus der Stadt Hannovers Abiturienten feiern Mottowoche
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19:16 15.03.2017
Ein grandioser Anblick: Viele kreative Verkleidungs-Ideen der Abiturienten. Quelle: Moers
Hannover

Nicht immer erfreut sich allerdings der Lehrkörper an dieser kreativen Auslegung der letzten Schultage der Abiturienten. An zwei Schulen wurde den "Noch-Schülern" sogar eine Zwangspause verordnet.
Die beiden Lutherschüler Mark Kowalewski und sein Kumpel Simon haben es Mittwochmorgen nicht eilig. Verkleidet als Zeichentrickhelden genießen die Abiturienten den sonnigen Vormittag mit einem geistigen Cola-Mischgetränk auf einer Sitzbank am Engelbosteler Damm. „Normalerweise hätten wir Mathe“, lächelt Mark. Zum Thementag „Kindheitshelden“ hat er sich eine grüne und eine gelbe Kontaktlinse eingesetzt. Heute geht er als der Anime-Kämpfer „Jaden Yuki“ zur Schule.

In der großen Pause treffen sich alle Luther-Abiturienten auf dem Vorplatz der Lutherkirche. Es läuft Musik, einer der „Men in Black“ spritzt mit der Wasserpistole, und natürlich werden Selfies geschossen. Besonders die Mädchen haben sich sichtbar Mühe mit ihren Verkleidungen gemacht. Babsch-Shilo Mambu-Mbo kommt im hautengen Catwoman-Kostüm, ihre Freundin Samareh Mohajeri als grüner Teletubbie Dipsy. Ihre Klassenkameradin Eda Boz hat sich einen pinken Karton übergestülpt und „Barbie“ darauf geschrieben. Was der amüsierte Passant nicht sieht: Viele Schulleiter lassen sich die Themen der Mottowoche zur Genehmigung vorlegen. Denn offizieller Bestandteil der Abschluss-Zeremonie ist sie nicht, in den meisten Fällen vielmehr geduldetes Brauchtum. An der Schillerschule in Kleefeld zog die Schulleitung am Mittwoch allerdings die Notbremse.
Zur selben Zeit Schnuppertag

Traditionell zelebrieren die Abiturienten ihre letzten Tage in der Schule mit originellen Verkleidungen.

„Wir haben die Mottowoche unterbrochen, weil wir gleichzeitig Schnuppertag für die Viertklässler haben. Das war uns etwas zu viel“, begründet Bernd Flügge, der Leiter des 12. Jahrgangs, die eintägige Zwangspause. „Politik“ wäre das Thema gewesen. Auch an der Lister Leibnizschule bekamen die Abiturienten vorsichtshalber die ersten vier Stunden schulfrei. „Wir sollten später kommen, damit wir die neuen Fünftklässler nicht verschrecken“, sagt Abitur-Schüler Louis Rechenbach, der gerade die Bierbänke für die nächste Mottowochen-Pausen-Party in die Schule trägt.

Ganz wollte man den Abitur-Spaß aber auch an der Schillerschule nicht verbieten. „Schlechter Geschmack“ heißt heute das Motto. „Es gehört eben dazu, das ist schon okay“, räumt Schulleiter Flügge wenig begeistert ein. Klare Regeln hat bereits vor Jahren das Humboldt-Gymnasium aufgestellt. „Wir legen Wert darauf, dass die Schüler keine Gewehre mitbringen“, stellt die stellvertretende Schulleiterin Imke Oldewurtel fest. An einem Gymnasium in Hameln löste 2016 ein Abiturient in der Mottowoche versehentlich Terroralarm aus. Er hatte sich als Dschihadist verkleidet.

„Jaden Yuki“ Mark und „Son Goku“ Simon sehen den letzten Schultagen an der historischen Lutherschule gelassen entgegen. „An den Noten können die Lehrer nichts mehr ändern, also gönnt man sich den Spaß“, erklären sie. Heute ist Partnerlook angesagt. In einer Woche beginnt die Prüfungsphase. Los geht es mit Geschichte.     

Von Mario Moers

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