Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Hells Angels

Hannovers Höllenengel sind auf dem Rückzug

Von Tobias Morchner

Es hat sich einiges verändert im einst von den Hells Angels kontrollierten Steintorviertel Hannovers. Nach dem überraschenden Rückzug der Rocker vor gut zwei Monaten fällt die erste Bilanz der Polizei durchweg positiv aus.
„Ab und zu sehe ich persönlich nach dem Rechten“: Hannovers Hells-Angels-Chef Hanebuth.

„Ab und zu sehe ich persönlich nach dem Rechten“: Hannovers Hells-Angels-Chef Hanebuth.

© Steiner

Hannover. „Die Hells Angels sind dort mittlerweile deutlich weniger offen präsent“, sagt Polizeipräsident Axel Brockmann. Man werde die Situation am Steintor aber weiterhin sehr genau im Auge behalten, erklärt der Behördenleiter weiter.

Ende des vergangenen Jahres hatte die Polizei den Druck auf die Höllenengel deutlich erhöht. Plötzlich waren Beamte an allen Wochenenden im Amüsierviertel präsent. Zusätzlich fanden regelmäßig Großkontrollen auf der Partymeile statt. Kurz vor dem Jahreswechsel nahm die Behörde eine neue, rund um die Uhr besetzte Wache im Steintor in Betrieb. Auch in den Medien bezogen hochrangige Polizeibeamte deutlich Stellung gegenüber den Hells Angels. So betrachtete der damalige Kripo-Chef Thomas Rochell die wirtschaftliche Expansion der Rocker am Steintor mit Sorge: „Ich finde auch, die Hannoveraner sollten ihr Geld nicht dort ausgeben, wo die Hells Angels davon profitieren“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Mitte November beugte sich Hells Angels-Chef Frank Hanebuth dem Druck und zog sich mitsamt seiner Sicherheitsfirma, die zwölf Jahre lang für alle Klubs im Steintor die Türsteher stellte, aus dem Rotlichtviertel zurück. Zudem verkaufte Hanebuth seine Anteile an der Sansibar, einem der zentralen Anlaufpunkte im Steintor. Lediglich seine beiden Bordelle betreibt der 47-Jährige eigenen Angaben zufolge weiter. „Ab und zu sehe ich dort auch persönlich noch nach dem Rechten“, erklärt Hanebuth.

Dennoch gilt Hannover bundesweit weiterhin als eine Hochburg der Hells Angels. Regelmäßig treffen sich die Rocker in ihrem Klubhaus in der Badenstedter Straße. Nach wie vor übt Frank Hanebuth mächtigen Einfluss auf die übrigen Hells-Angels-Chefs im Land aus. Auch scheint seine Popularität ungebrochen. „Wir haben derzeit Anfragen ohne Ende. Alle wollen bei uns Mitglied werden“, sagt der Hells Angels-Chef. Sorgen über ein mögliches Verbot des hannoverschen Charters macht sich der wegen Körperverletzung Vorbestrafte hingegen nicht: „Es gibt überhaupt keinen Grund, den Klub auch in Hannover zu verbieten“, sagt er.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Hannover-Artikel

Anzeige

Videos aus Hannover

Kennen Sie Hannover?

Hannover von oben: Das neue Rathaus.

Aus der Vogelperspektive sehen bekannte Orte ganz anders aus. Wie gut kennen Sie Hannover? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Bilderrätsel.

Tipp für Vereine: Homepage aktuell halten

myheimat - Das Mitmachportal der Heimatzeitungen in HAZ und Neuer Presse

Viele Vereine kennen das Problem: Die eigene Internetseite ist veraltet, weil die Zeit dafür fehlt. Mit dem Mitmachportal unserer Zeitung lassen sich Pressearbeit und Pflege der Vereinshomepage in einem Schritt erledigen.

Anzeige

Welcher Stadtteil ist gemeint?

Stadtteilrätsel

Wie gut kennen Sie Hannover? Woche für Woche präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle ein neues Rätsel. Beantworten Sie die Fragen und schicken Sie das Lösungswort an die Redaktion. Viel Spaß beim Rätseln!

Hannover in Zahlen

Hannover in Zahlen
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 521.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stephan Weil (SPD)


Top