Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hannovers City erhält freies WLAN
Hannover Aus der Stadt Hannovers City erhält freies WLAN
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:28 09.05.2016
Die genauen Bedingungen für den Zugang sind noch nicht klar. Zunächst ist vorgesehen, dass sich jeder Nutzer für eine Stunde in das Netz einwählen kann.  Quelle: Behrens
Anzeige
Hannover

Bis Ende Juni sollen bereits die ersten sechs Zugangspunkte in Betrieb sein, teilte htp-Chef Thomas Heitmann mit. Dann ist auf dem Bahnhofsvorplatz, in der Limburgstraße, am Aegi, am Kröpcke und am Platz der Weltausstellung freies Internet verfügbar. Bis zum Weihnachtsfest sollen dann der Bereich zwischen Bahnhofsvorplatz und Platz der Weltausstellung sowie der Bereich zwischen Aegi und Steintor komplett mit WLAN ausgestattet sein. Htp nutzt dafür die bereits vorhandenen Glasfaserkabel der Üstra, die dann die Datenmengen aufnehmen sollen. An oder auf Gebäuden werden rund 20 Empfänger befestigt, mit denen sich Mobiltelefone oder Tablets verbinden können. Die Investionen liegen laut Heitmann im sechsstelligen Bereich.

Die genauen Bedingungen für den Zugang sind noch nicht klar. Zunächst ist vorgesehen, dass sich jeder Nutzer für eine Stunde in das Netz einwählen kann. Ob die weitere Nutzung dann Gebühr kostet, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Das Projekt soll sich nicht nur auf die Innenstadt beschränken. In einem zweiten Schritt will htp auch die Altstadt mit freiem Internet versorgen. Die Üstra denkt derzeit darüber nach, U-Bahn-Stationen mit WLAN auszurüsten, die Stadtbahnen könnten dann später dazu kommen.

Kommentar: Jetzt aber richtig?

Es ist erst einmal nur eine Probephase – doch das Signal stimmt: Ein kostenfreier Internetzugang zumindest in der Innenstadt wäre ein dicker Pluspunkt für Hannover. Zwar gibt es bereits Möglichkeiten, doch am Bahnhof klemmt das Netz oft, andere Anbieter hatten eine Zeitbegrenzung, im Café ist der Nutzer örtlich gebunden, die Initiative Freifunk konnte sich noch nicht durchsetzen. Jetzt geht es Hannover etwas sortierter an. Das wird auch Zeit.

Dennoch lässt die neue Initiative zu viele Fragen offen: Was kommt nach der Probephase? Ist die neue Freiheit dann schon wieder vorbei? Wirklich frei ist der WLAN-Zugang schließlich erst, wenn es keine Daten- und Zeitbegrenzung gibt. So wie es andere Städte im In- und Ausland längst anbieten. Ansonsten wäre Hannover nicht wirklich weiter.

Es ist abzuwarten, ob das wirklich mit dem Unternehmensziel von HTP zu verbinden ist. So oder so liegt hinter dem Angebot ein Geschäftsmodell: ob für Marketing, Erlöszwecke oder das Sammeln von Daten. Das ist völlig in Ordnung – sollte aber jedem Nutzer bewusst sein.

Von Hannah Suppa

Von Mathias Klein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt Hannover steigt auf den Sattel - Region will das Stadtradeln gewinnen

Ambitionierte Ziele hat sich die Region für die diesjährige Auflage des bundesweiten Wettbewerbs Stadtradeln gesetzt. Nach zwei dritten Plätzen unter jeweils knapp 350 teilnehmenden Kommunen in den Vorjahren will sie nun gewinnen. Helfen sollen zahlreiche Aktionen rund um das Rad. 

Bernd Haase 12.05.2016

Die Architekturstudenten der Leibniz-Universität beurteilen ihre Studienbedingungen in weiten Teilen ausgesprochen positiv. Im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) geben sie ihrem Fach hervorragende Noten, so dass die Fakultät in vielen Punkten in der Spitzengruppe landet.

Bärbel Hilbig 12.05.2016

Der Plan der Stadt, die vom Rat beschlossenen Standards für die Unterbringung von Flüchtlingen abzusenken, wird von der SPD begrüßt, von der CDU kritisiert. Kurios: Die SPD als stärkste Ratsfraktion hatte die hohen Standards einst mit initiiert, die CDU als stärkste Oppositionsfraktion hingegen hatte sie von vornherein skeptisch betrachtet. 

Conrad von Meding 12.05.2016
Anzeige