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Aus der Stadt Hannovers Luft ist weniger verschmutzt
Hannover Aus der Stadt Hannovers Luft ist weniger verschmutzt
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00:17 04.02.2018
Die Station an der Göttinger Straße misst die Werte von Feinstaub und Stickoxiden in der Luft.  Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase ist 2017 zurückgegangen, doch in Hannover und weiteren Städten drohen weiterhin Fahrverbote. Insgesamt wurde der Grenzwert für Stickstoffdioxid in 70 deutschen Kommunen überschritten. Das geht aus Messwerten hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) am Donnerstag veröffentlicht hat. 2016 waren es noch 90 Kommunen. „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Wir sind aber noch längst nicht am Ziel“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger

In Hannover sank der Jahresmittelwert an der Göttinger Straße von 48 Mikrogramm (2016) auf 44 (2017). Er liegt damit zwar nur knapp über dem Grenzwert von 40. Doch die Daten aus der Friedrich-Ebert-Straße wurden noch nicht veröffentlicht. Hier war die Belastung im Jahr 2016 mit 55 Mikrogramm höher. Auch Oldenburg und Osnabrück überschritten den Grenzwert. Für Hildesheim und Hameln liegen noch keine Werte vor.

Ob die Kommunen um Fahrverbote herumkommen, entscheidet sich möglicherweise am 22. Februar. Dann verhandelt das Bundesverwaltungsgericht unter anderem am Beispiel von Düsseldorf, ob die Maßnahme rechtens ist.

Der leichte Rückgang im Jahr 2017 geht laut UBA auf eine Vielzahl von Maßnahmen zurück. Verantwortlich seien zum Beispiel Tempolimits, Straßenverengungen, Nachrüstungen von Bussen sowie der gestiegene Benziner-Anteil. Die Software-Updates und die Umtauschprämien der Hersteller wirken dem UBA zufolge erst seit Ende 2017. Sie könnten die Belastung künftig um bis zu fünf Mikrogramm senken. Das reiche aber nicht. „Wir brauchen dringend die Hardware-Nachrüstung der Autos und leichten Nutzfahrzeuge“, forderte Krautzberger

Steuergelder für saubere Diesel?

Die niedersächsische Landesregierung schlug am Donnerstag eine andere Maßnahme vor: Wer einen alten Diesel abgibt und ein neues Dieselmodell mit moderner Abgasreinigung kauft, soll eine Prämie in Höhe von 2000 Euro erhalten. Bundesregierung und Autohersteller sollten die Kosten je zur Hälfte tragen, erklärte das niedersächsische Wirtschaftsministerium

„Ziel ist, die Stickoxidwerte zu senken und die Dieseltechnik weiterhin im Markt zu halten“, sagte ein Sprecher. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte eine ähnliche Prämie schon im Sommer vorgeschlagen. Bayern unterstützt den Vorstoß. 

Die Bundesregierung fördert mit Steuergeldern bereits den Kauf von Elektro- und Hybrid-Autos. Eine staatliche Prämie für saubere Diesel gibt es aber noch nicht. Laut dem niedersächsischen Vorschlag sollen nur Modelle mit der jüngsten Abgasnorm Euro 6d gefördert werden. Diese müssen Stickoxid-Grenzwerte nicht nur im Labor, sondern auch im Straßentest einhalten. Bislang sind laut ADAC rund 30 Diesel mit Euro 6d erhältlich, darunter Modelle von BMW, Peugeot und Volvo. VW erklärte, man werde bis September den Großteil der Modelle nach der Norm zulassen.

Von Christian Wölbert

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