Zu der ebenso traditionellen wie rituellen Handlung hatten sich 100 Narren am Nordufer des Maschsees versammelt. Doch diesmal waren sie nicht allein mit ihrer Symbolpolitik. Zu den Jecken gesellten sich gewerkschaftlich organisierte Vertrauensleute der Stadtentwässerung. Die so gar nicht karnevalistischen Angestellten befinden sich derzeit in Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung mit der Stadt und bezogen sich am Mittwoch auf das 19. Jahrhundert, in dem arme Menschen durch das Geldbeutelwaschen auf ihre finanzielle Not aufmerksam machten.
Die Narren zeigten sich etwas irritiert. „Man hätte uns wenigstens informieren können“, sagte die Komitee-Präsidentin Angela Günther etwas zerknirscht, während der Vertrauensmann der Stadtentwässerer, Frank Sirisko, über Lohnverzicht und Stellenabbau referierte. Zumindest war man sich darüber einig, dass aus diesem Treffen am Maschsee zum Aschermittwoch möglichst keine Tradition wird.
jan
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