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Aus der Stadt Hannovers Oberbürgermeister Weil bekennt sich zur Bundeswehr
Hannover Aus der Stadt Hannovers Oberbürgermeister Weil bekennt sich zur Bundeswehr
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21:15 10.07.2011
Stephan Weil auf dem Sommerbiwak. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Er richtete sich damit unter den 5500 Gästen wohl vor allem an Thomas Kossendey (CDU), parlamentarischer Staatssekretär beim Verteidigungsminister. „Lassen Sie der 1. Panzerdivision ihre Heimat. Und die ist Hannover“, sagte Weil.

Die Bundeswehrreform sieht eine drastische Verkleinerung der Streitkräfte von 220.000 auf 175.000 bis 185.000 Soldaten vor. Im Herbst will Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bekannt geben, welche Standorte geschlossen oder verlegt werden. Auch der Stab der 1. Panzerdivision könnte davon betroffen sein. Aus Bundeswehrkreisen war im Frühjahr durchgesickert, dass den rund 250 Soldaten des Divisionsstabs und den etwa 150 Soldaten der Stabskompanie ein Umzug von Hannover nach Oldenburg bevorstehen könnte. Eine offizielle Bestätigung gab es damals nicht.

Am Wochenende gab de Maizière nun Anlass für Spekulationen: In einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ sagte der Minister, dass auf die Bundesländer mit den meisten Dienstposten pro Einwohner „sicherlich größere Einschnitte“ zukommen werden als auf jene, in denen weniger Soldaten angesiedelt sind. Im Ländervergleich hat Schleswig-Holstein die meisten Dienstposten pro Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Neben dem Stab der 1. Panzerdivision ist in Hannover die Schule für Feldjäger und Stabsdienst ansässig. Der Lehrbetrieb war erst im Oktober 2009 in der Emmich-Cambrai-Kaserne in Vahrenheide aufgenommen, die Liegenschaft zuvor für knapp 100 Millionen Euro saniert worden. Die Schließung des Standorts gilt deswegen als unwahrscheinlich. Gleiches gilt für den Fliegerhorst in Wunstorf. Dort investiert das Verteidigungsministerium derzeit rund 360 Millionen Euro, um den Luftwaffenstützpunkt für den neuen Militärtransporter A 400 M auszubauen.

Nach den Protesten gegen das Biwak hat die Polizei fünf Strafverfahren eingeleitet, zwei Demonstrantinnen kamen vorübergehend in Gewahrsam. Insgesamt sei das Geschehen aber „überwiegend friedlich“ gewesen.

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