Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Hannovers Sparkurs trifft alle

Haushaltssicherungskonzept Hannovers Sparkurs trifft alle

Oberbürgermeister Stephan Weil und sein Kämmerer Marc Hansmann haben am Dienstag das jüngste Sparprogramm der Stadt vorgelegt, im Beamtendeutsch Haushaltssicherungskonzept genannt.

Voriger Artikel
Kinder aus Afghanistan können wieder lächeln
Nächster Artikel
Ein Paket mit unerfreulichem Inhalt

Höhere Eintrittsgebühren, Personalabbau, weniger Ausgaben: Weil will 54,5 Millionen Euro sparen.

Quelle: ddp (Symbolbild)

Es ist das siebte seit 1994 und enthält einen Mix aus Personalabbau und Ausgabenstreichungen sowie Einnahmeerhöhungen durch steigende Eintrittsgelder etwa bei Schwimmbädern und in den Herrenhäuser Gärten. Das Paket soll den Haushalt bis 2012 um jährlich 54,5 Millionen Euro entlasten, wobei die volle Summe im kommenden Jahr noch nicht erreicht wird. „Wir fordern, aber wir überfordern nicht“, sagte Weil.

Mit den wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen gehen die fetten Jahre für den Stadtetat vorbei. Hansmann erwartet für dieses Jahr nur noch 350 Millionen Euro statt einer knappen halben Milliarde wie in den Jahren zuvor. „Nächstes Jahr wird es nicht besser“, orakelt der Kämmerer. Die Konsequenz: 2009 wird die Stadt bis 200 Millionen Euro Schulden machen, 2010 türmt sie wohl weitere 175 Millionen Euro obendrauf. „Wir werden von den Folgen der Wirtschaftskrise überrollt“, sagte Hansmann. Allerdings hat die Verwaltung schon im Jahr 2007 mit der zähen Arbeit an dem Sparprogramm begonnen, das Anfang September in den Rat kommt und im Dezember verabschiedet werden soll.

Weil machte keinen Hehl daraus, dass der Personalrat das Konzept ablehnt – unter anderem wegen der verlängerten Arbeitszeiten. Die rund 7000 Angestellten der Stadt und einiger Tochterunternehmen sollen statt 38,5 künftig 39 Stunden in der Woche arbeiten. Außerdem werden Stellen abgebaut.

Der Oberbürgermeister stellte auch klar, wo nicht Hand angelegt werden soll. „Wir haben einen Bogen um die Belange von Kindern und Jugendlichen gemacht“, erklärte er. An der Schulsanierung hält die Stadt ebenso fest wie am Ausbau der Kinderkrippen. Die Infrastruktur will Weil nicht infrage stellen, was heißt, dass keine Bäder, Jugendzentren oder Büchereien geschlossen werden. „Was weg ist, kommt nicht wieder“, begründet er diese Haltung. Schließlich wird es keine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern geben: „Wir wollen die Standortchancen nicht gefährden, wenn der Aufschwung kommt und Investitionen anstehen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sparprogramm
Oberbürgermeister Stephan Weil

Struktur- und Personalmaßnahmen, restriktive Haushaltsbewirtschaftung und Einnahmeerhöhungen – das sind die Elemente des Sparkurses der Verwaltung. Hinter den schwer verständlichen Worten stehen Dinge, die die Hannoveraner spüren werden.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

doc6xlkos7vvx1106ov5i04
Das sind die besten Gemeindebriefe der Landeskirche

Fotostrecke Hannover Aus der Stadt: Das sind die besten Gemeindebriefe der Landeskirche