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Aus der Stadt Hannovers erstes Katzencafé eröffnet
Hannover Aus der Stadt Hannovers erstes Katzencafé eröffnet
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00:20 16.08.2015
Alles für die Katzen: Im Café von Astrid Heyer fühlen sich Havanna und ihre „Mitbewohner“ auch auf dem Tisch wohl - das gehört zum Konzept.  Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Kratzbäume stehen in den Ecken, kleinen Hängebrücken zum Klettern sind an den Wänden angebracht, am Boden stehen Trinkbrunnen, und unter Tisch oder Stuhl strecken neugierig Katzen ihre Köpfe hervor.

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Hannovers erstes Katzencafé eröffnet in der kommenden Woche. Im "Stubentiger" stehen Kratzbäume in den Ecken und es gibt kleine Hängebrücken zum Klettern für die Vierbeiner.

Schon beim Betreten des „Stubentiger“ wird klar: Dieses Café ist anders. Was in Berlin, Köln oder München etabliert und in Japan großer Trend ist, ist in der Escherstraße noch neu. Am Dienstag eröffnet hier Hannovers erstes Katzencafé. Gemeinsam mit den Maine-Coone-Katzen Hiro, Havanna, Holly und Chica, die aus der Katzenhilfe stammt, will Inhaberin Astrid Heyer dann Gäste empfangen und einen Ort zur Ruhe und Entspannung vor allem für Katzenfreunde anbieten.

Münchener Katzencafé als Ideengeber

Mit der Eröffnung erfüllt sich Heyer einen Traum, für den sie nach mehr als 30 Jahren Berufstätigkeit sogar ihren festen Job aufgegeben hat. „Ich habe immer alle vier bis sechs Jahre gedacht: Es muss jetzt mal was anderes her“, berichtet die 50-Jährige. Dann habe sie entweder den Aufgabenbereich, die Stadt oder die Firma gewechselt. Als eine Freundin ihr von einem Katzencafé in München erzählte, war Heyer sofort begeistert. Sie stöberte im Internet, besuchte ein Katzencafé in Köln - und wusste schließlich: Das will sie machen.

Im Oktober vergangenen Jahres fragte sie bei den Behörden in Hannover an, welche Bedingungen für das ungewöhnliche Café erfüllt werden müssten. „Hier hatte man offensichtlich noch nichts davon gehört - für die war die Idee nicht so wirklich vorstellbar.“ Weil Tiere und Lebensmittel im Gastronomiebereich eigentlich nicht vereinbar sind, gab es lange Gespräche, vor allem mit dem Veterinäramt. Extra für den „Stubentiger“ wurde ein Katalog mit Auflagen erstellt. Heyer musste durch einen weiteren Eingangsraum verhindern, dass die Katzen entlaufen können. Auch zwei Rückzugsräume für ihre vier Tiere und eine Schleuse zwischen Küche und Gastraum musste sie einrichten. Zu verhindern, dass Katzenhaare ins Essen oder in Getränke gelangen, war eine besondere Herausforderung. Gläser kommen mit speziellen Deckeln, wer einen Kaffee bestellt, erhält den Unterteller auf der Tasse. Für Kuchen und warme Gerichte sind Weckgläser die haarfreie Lösung. Und auch die Besucher müssen sich an Regeln halten. „Schmusen ist erlaubt, füttern nicht“, sagt Heyer.

Noch ist die Umgebung für Holly, Havanna, Hiro und Chica neu. Erst am vergangenen Sonnabend sind sie aus Heyers Wohnung, wo sie bisher lebten, in ihr neues Heim in der Escherstraße umgezogen. Nach und nach erobern die Katzen ihren neuen Lebensraum, erkunden Kratzbäume, Spielzeug und Sofas, Sessel und Tische im Gastraum. Die Gäste dürfte der enge Kontakt zu den Tieren nicht stören - schließlich ist das Café vorwiegend als Treffpunkt für Katzenliebhaber gedacht.

Von diesen bekam Heyer schon Wochen vor der Eröffnung viele positive Rückmeldungen. Die Resonanz über Facebook sei riesig gewesen, sagt sie. Eine Unterstützerin brachte Bilder, Kissen und andere Kleinigkeiten vorbei. Doch es gibt auch kritische Stimmen. „Teilweise waren die Kommentare bösartig. Einige fragten, ob die Tiere ausgebeutet werden.“ Ein Kritiker schrieb, er habe bereits die Ämter informiert. Keiner der Skeptiker habe sich persönlich an sie gewandt, sagt die Katzenmutter. Jeder sei eingeladen, sich alles anzusehen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Natürlich sei ihr selbst daran gelegen, dass es den Tieren gut gehe, betont Heyer.

Die machen nicht den Eindruck, als seien sie unzufrieden mit ihrem neuen Leben im Café. Und zu den vier jetzigen Bewohnern könnte sich bald eine fünfte Katze gesellen. „Der Platz ist da“, sagt Heyer, die sogar auf den einen oder anderen Besucherstuhl mehr verzichtet. Bis zur Eröffnung fehlen noch Kleinigkeiten, die die Einrichtung abrunden sollen. Die sind Heyer besonders wichtig. „Ich möchte die Leute, so empfangen, als kämen sie zu mir nach Hause“, sagt sie und fügt hinzu: „Denn das hier ist jetzt mein Zuhause.“

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