Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Bernd Strauch ist tot
Hannover Aus der Stadt Bernd Strauch ist tot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 09.12.2016
Bernd Strauch (1949-2015). Quelle: Hagemann
Hannover

In einer ersten Stellungnahme würdigte Oberbürgermeister Stefan Schostok den verstorbenen Bernd Strauch als einen Bürgermeister, dessen Herz für Hannover geschlagen habe. "Der Tod von Bernd Strauch schmerzt und trifft uns alle tief. Das Rathaus, die Politik, ganz Hannover trauert um unseren unvergessenen Bürgermeister“, sagte Schostok. Der SPD-Politiker sei in der gesamten Stadt beliebt gewesen. "Mit seiner offenen, humorvollen und menschlichen Art hat er viele Menschen sehr persönlich erreicht. Er genoss über alle Parteigrenzen hinweg großen Respekt." Aus Anlass des Todes von Bernd Strauch wird die Stadt von Dienstag an ein Kondolenzbuch für die Öffentlichkeit im Neuen Rathaus auslegen.

Politiker, Repräsentant Hannovers und leidenschaftlicher Jazz-Musiker: Hannovers langjähriger Erster Bürgermeister Bernd Strauch ist tot. Er starb im Alter von 66 Jahren. Ein Rückblick in Bildern.

Strauch war im vergangenen Jahr aus dem Rat ausgeschieden, dem er seit 1986 angehört hatte. Damit verbunden waren auch der Abschied als Ratsvorsitzender und ehrenamtlicher Bürgermeister Hannovers - beide Ämter hatte er seit 1996 inne. In seiner politischen Laufbahn engagierte sich Strauch, der von Beruf Förderschullehrer war, gegen Diskriminierung, Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Ein Engagement, das sich auch seiner Arbeit als Vorsitzender des Kommunalen Kriminalpräventionsrates (KKP) zeigte. "Wie kaum ein anderer hat sich Bernd Strauch für die Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen in unserer Stadt eingesetzt“, würdigte Schostok die langjährige Arbeit Strauchs.

Zum Thema

Lesen Sie hier den Nachruf auf Bernd Strauch

2013 war Strauch vorübergehend sogar oberster Repräsentant der Landeshauptstadt. Nach dem Ausscheiden des damaligen Oberbürgermeisters Stephan Weil bis zur Wahl von Schostok im Oktober lenkte er neun Monate die Geschicke der Stadt. Eine Aufgabe, die er nach eigenem Bekunden mit viel Leidenschaft übernahm.

Für Strauch gab es aber immer auch ein Leben neben dem Amt - in der Jazz-Szene Hannovers war er fest verwurzelt. Er war viele Jahre Vorsitzender des Jazz Clubs. Zusammen mit seiner „Charly’s Blues und Boogie Band“ trat der ambitionierte Hobby-Schlagzeuger regelmäßig bei öffentlichen Festen auf. Auch beim Weihnachtssingen auf dem Weihnachtsmarkt zugunsten der HAZ-Weihnachtshilfe war Strauch immer zu Gast.

frs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Gruppe Linke/Piraten in der Regionsversammlung wirft Kommunen in der Region vor, mit sogenannten Ein-Euro-Jobbern Missbrauch zu betreiben und dadurch Lohndumping zu fördern. Bei der Landeshauptstadt sind derzeit 180 Ein-Euro-Jobber beschäftigt. Sie werden mit 1,30 Euro pro Stunde entlohnt.

Mathias Klein 01.10.2015

Bei einem Unfall auf der Ferdinand-Wallbrecht-Straße in der List ist am Montagnachmittag ein Motorradfahrer schwer verletzt worden. Der 19-Jährige war von einem Auto erfasst worden. Es kam während der Unfallaufnahme zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

28.09.2015

Die Universitäten von Hannover und Braunschweig wollen in den Forschungsfeldern Lebenswissenschaften, Mobilität und Metrologie künftig eng zusammenarbeiten. Dies sei eine große Chance für die Wissenschaftsregion und für Niedersachsen, sagte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic am Montag in Hannover.

28.09.2015