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Dem Kröpcke geht ein Licht auf

Hannovers neue "Lichtwolke" Dem Kröpcke geht ein Licht auf

Erst ging ein Raunen durch die Menge, dann gab es Applaus: Oberbürgermeister Stefan Schostok hat am Montag die „Lichtwolke“ am Kröpcke in Betrieb genommen. Bei Nacht – da waren sich alle Besucher der Eröffnung einig – ist sie eine echte Bereicherung. Nur bei Tageslicht sind viele Passanten skeptisch. 

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Die "Lichtwolke" ist in Betrieb.

Quelle: Meding

Hannover. Erst ging ein Raunen durch die Menge, dann gab es Applaus: Oberbürgermeister Stefan Schostok hat am Montag zusammen mit der Hamburger Lichtkünstlerin Ulrike Brandi die Leuchtskulptur „Sonne“ am Kröpcke in Betrieb genommen. „Es ist ein weiteres Wahrzeichen“, freute sich der Oberbürgermeister: „Es sorgt für Flair in unserer Stadt – vor allem abends, wenn sich die jüngeren Leute am Kröpcke treffen.“

Endlich ist es so weit: Die Lichtwolke über dem Kröpcke wurde zum ersten Mal eingeschaltet.

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Lichtkünstlerin Brandi begreift die Skulptur als Fortsetzung des Sternenhimmels vom Ernst-August-Platz: „Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein Mond am Steintor.“ Die international gefragte Lichtgestalterin hat Beleuchtungskonzepte etwa für das Mercedes-Benz-Museum München oder für das Muséum national d’Histoire naturelle in Paris entwickelt und zeichnete auch für den Masterplan Licht der Innenstadt von Hannover verantwortlich. Mit ihrem Entwurf für den Kröpcke habe Hannovers zentralster Platz eine „würdige Beleuchtung erhalten“, sagte Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft. Kritik an den hohen Kosten von 370 000 Euro ließ er nicht gelten: „Will man an einem Platz wie dem Kröpcke etwa eine Straßenlaterne aufstellen?“

Mit der Lichtskulptur aus gefalteten Metallstreifen, die mit 64 LED-Leuchten Weißlicht auf dem Platz verteilt, findet die Gestaltung des Kröpcke ihren Abschluss. 2009 war mit dem Umbau begonnen worden: Bauarbeiter schlossen das riesige Passerellenloch am Kröpcke und begannen mit dem Abriss des Siebzigerjahrecenters. Der Neubau ist jetzt fertiggestellt, im November wird das letzte Geschäft bezogen. Jetzt wird nur noch an den U-Bahn-Aufgängen am Platz der Weltausstellung gearbeitet.

Während die Zustimmung der Kröpcke-Flaneure zu der Lichtkunst nachts naturgemäß hoch ist, verursacht die Skulptur tagsüber, wenn die meisten Passanten in der Innenstadt sind, bislang eher Verwirrung. Bei einer kleinen HAZ-Umfrage am Mittag fand kaum einer der Passanten positive Worte zu der gefalteten Stahlblechkonstruktion, die an vier Stahlseilen in 15 Metern Höhe über dem Kröpcke schwebt. „Die Halteseile stören, das Objekt selbst ist auch nicht wirklich schön“, sagt etwa Christina Köhler aus Groß-Buchholz. Bernhard Hau aus Vinnhorst, der von der Innovation in der Zeitung gelesen hatte, ringt sich zu einem „Stört mich nicht“ durch. Immerhin: Strahlt die Sonne aus bestimmten Winkeln auf das Blech, scheint die Skulptur golden zu schimmern – aus anderen Winkeln dagegen sieht sie eher nach schlichtem Stahlblech aus. Bei Nacht aber – da waren sich alle Besucher am Montag einig – ist sie eine echte Bereicherung für den Kröpcke.

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