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Sternberg fordert mehr Ökumene

Hanns-Lilje-Stiftung Sternberg fordert mehr Ökumene

In der Neustädter Kirche hat die Hanns-Lilje-Stiftung Wissenschaftler und Projekte ausgezeichnet, die sich mit Wirtschaft und Ethik beschäftigen. Dabei brach Thomas Sternberg vom Zentralkomitee der Katholiken eine Lande für die Ökumene - und zollte den Protestanten Respekt.

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Ökumenische Eintracht: Stephanie Springer, Christoph Dahling-Sander, Thomas Sternberg und Michael B. Berger (v.l.) in der Neustädter Kirche.

Quelle: Benne

Hannover. Für die Protestanten fand der Katholik nur gute Worte. Insbesondere dafür, dass diese das gegenwärtige Reformationsjubiläum ganz unter ökumenischem Vorzeichen feiern: "Das verlangt mir allerhöchsten Respekt ab", bekannte Thomas Sternberg. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken war der Stargast beim evangelischen Hanns-Lilje-Forum in der Neustädter Kirche.

Vor mehr als 100 Besuchern brach Sternberg eine Lanze für ein gemeinsames Abendmahl der Kirchen - und dafür, dass diese in gesellschaftlichen Debatten an einem Strang ziehen sollten: "Wenn wir politisch überzeugend auftreten wollen, müssen wir gemeinsam auftreten", mahnte er mit Blick auf den Mitgliederschwund der Kirchen und auf "scharf antikirchliche Aktionen" kämpferischer Religionskritiker. Mehr noch: Die Kirchen müssten sich auch Seit' an Seit' mit anderen Religionsgemeinschaften in Debatten einmischen.

In der Diskussionsrunde wollte Stephanie Springer, Präsidentin des Landeskirchenamts, da nicht widersprechen: "Die Öffentlichkeit erwartet sogar, dass wir in ethischen Fragen mit einer Stimme sprechen." HAZ-Redakteur Michael B. Berger hingegen gab zu bedenken, dass es zwischen den Kirchen durchaus Unterschiede gebe - etwa im Blick auf die Sterbebegleitung.

Die Diskussion bildete den passenden intellektuellen Auftakt zur Auszeichnung von Projekten, die kirchliche Ethik im Alltag erden: Der alle zwei Jahre verliehene Hanns-Lilje-Stiftungspreis, benannt nach Hannovers legendärem Landesbischof, ist der bundesweit höchstdotierte Preis kirchlicher Stiftungen seiner Art. Diesmal teilen sich die Tübinger Volkswirtin Gotlind Ulshöfer und die Dürener Theologin Claudia Fülling den Wissenschaftspreis in Höhe von 10 000 Euro. Die Jury würdigte ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich von Wirtschaftsethik und sozialem Handeln.

Mit 5000 Euro prämiert wurde in der Neustädter Kirche das hannoversche Projekt „5000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“. Bislang haben sich rund 18 000 Konfirmanden im Rahmen dieser Initiative des "Evangelischen Verbands Kirche Wirtschaft Arbeitswelt" mit dem Wert von Grundnahrungsmitteln beschäftigt – und dabei Spenden eingeworben: „Ein Kreislauf, der dem Leben dient“, sagt Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung: „Dabei werden globale wirtschaftliche Zusammenhänge sichtbar und fassbar.“

Außerdem wurde der Bonner Verein Südwind, der sich für eine gerechte Weltwirtschaft einsetzt, und der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer aus Karlsruhe mit jeweils 2500 Euro geehrt.

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