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Die Hauptschulen
 sind Geschichte

Umwandlung in Stadtteilschule Die Hauptschulen
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Immer weniger Eltern schicken ihre Kinder auf eine Haupt- oder Realschule – in diesem Schuljahr nur zwei Prozent. Der Schulausschuss hat nun am Mittwoch beschlossen, mehrere Hauptschulen in "Stadtteilschulen" umzuwandeln. Dabei handelt es sich um teilgebundene Ganztagsschulen in der Rechtsform einer Oberschule.

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Quelle: Caroline Seidel/dpa (Symbolbild)

Hannover. Hannover verabschiedet sich von seinen Hauptschulen: Die Pestalozzischule in Anderten und die Peter-Ustinov-Schule in Oberricklingen sollen zum nächsten Schuljahr zur „Stadtteilschule“ in der Rechtsform einer Oberschule umgewandelt werden. Auch die Heisterbergschule in Ahlem, bislang eine Haupt- und Real­schule, wird zum Schuljahr 2016/17 „Stadtteilschule“. Diesen Anträgen hat der Schulausschuss am Mittwoch mehrheitlich zugestimmt. Alle Schulen führen zwei Klassen pro Jahrgang, haben einen Sozialarbeiter und sind teilgebundene Ganztagsschulen, also mit einem Pflichtangebot an vermutlich drei Nachmittagen in der Woche.

Es sei gut, dass sich Rot-Grün endlich um die Haupt- und Realschulen kümmere, die schon seit Jahren um Hilfe gebeten hätten, sagte Stephanie Matz, schulpolitische Sprecherin der CDU. Die CDU sprach sich allerdings dagegen aus, dass die Stadt die Umwandlung in eine Oberschule nur als ersten Schritt eines Zwei-Phasen-Modells sehe. Fernziel bleibe die Integrierte Gesamtschule. Es sollte den Schulen selbst überlassen bleiben, in welcher Organisationsform sie arbeiten wollten, betonte Matz. Es sei eine Bevormundung, dass SPD und Grüne den Schulen auch noch vorschreiben wollten, dass sie integrativ und nicht schulzweigbezogen – nach dem Vorbild einer Kooperativen Gesamtschule – unterrichten sollen. Beide Möglichkeiten lässt das Schulgesetz zu. Da aber die Leiter der Hauptschulen in Hannover betont hatten, dass ihren Schülern die positiven Vorbilder fehlten, würden sie wohl ohnehin das integrative Unterrichtsmodell wählen.

Eltern hatten sich zuletzt immer weniger für Haupt- und Realschulen entschieden. In diesem Schuljahr wurde nur noch 2 Prozent des Fünftklässler an einer Hauptschule angemeldet und 8 Prozent an einer Realschule, während 54 Prozent aufs Gymnasium wechselten. Die Pestalozzischule wollte schon 2011 Oberschule werden, als die damalige schwarz-gelbe Landesregierung diese Schulform – auch als Gegenmodell zur IGS – einführte. Damals war dies abgelehnt worden. Unter dem Namen „Stadtteilschule“ ist die Oberschule jetzt auch in Hannover salonfähig.

Michael Klie, Schulexperte der SPD, sagte, man zwinge niemandem eine bestimmte Schulform auf. Wer Oberschule bleiben und später nicht IGS werden wolle, müsse dies auch nicht. Eltern favorisierten Schulformen, in denen Kinder gemeinsam lernen könnten und die Frage, welches Kind welchen Bildungsabschluss mache möglichst lange offen gehalten werde, sagte Silvia Klingenburg-Pülm (Grüne).

Gunda Pollok-Jabbi von den Linken kritisierte das Zwei-Phasen-Modell: „Ein großer Wurf ist das nicht.“ Von Stufenmodellen halte sie ohnehin nicht viel. „Da hat man ein bisschen davon und ein bisschen hiervon, und irgendwann kommt man irgendwo an.“ Viel besser wäre es gewesen, alle Schulen gleich in Gesamtschulen umzuwandeln und Raumprobleme über Außenstellen abzufedern.

Goetheschule zieht nach Limmer: Im übernächsten Sommer werden die Jahrgänger 8 bis 12 der Goetheschule für zwei Jahre in das neue Gymnasium Limmer an der Wunstorfer Straße verlagert, während das Hauptgebäude am Franziusweg komplett saniert wird. Der Schulelternrat hatte dem Umzug mit großer Mehrheit zugestimmt, vorausgesetzt, der Schülertransport sei gewährleistet, etwa über eine Verlegung der Buslinie 136.

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