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So sieht die neue Sparkasse von innen aus

Hauptverwaltung am Raschplatz So sieht die neue Sparkasse von innen aus

Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit sind die Bauarbeiten der Sparkassen-Hauptverwaltung am Raschplatz abgeschlossen. 110 Millionen Euro hat der Umbau des Bauwerks aus den Siebzigerjahren gekostet. Das braune Aluminium an der Außenfassade ist silbergrauem Edelstahl mit Glaselementen gewichen. Das Domizil der Sparkasse wirkt nun heller und freundlicher.

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Aufgehellt: So sieht die neue Sparkasse von innen aus.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Eine moderne Sparkasse gehört in die Mitte des Geschäftsgebietes und muss erkennbar sein“, sagte am Donnerstag Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover. Vor allem aus diesem Grund hatte sich das Geldinstitut vor vier Jahren gegen einen Umzug auf die grüne Wiese entschlossen und für eine Sanierung des aus sechs Türmen bestehenden Gebäudekomplexes am Raschplatz. Die ist nun bis auf Restarbeiten abgeschlossen, und zwar wie geplant nach zweieinhalbjähriger Bauzeit und für Kosten von 110 Millionen Euro.

Erkennbar ist die Sparkasse allemal, weil es der höchste der Türme mit seinen 17 Stockwerken auf 70 Meter über Straßenniveau bringt. Architekt Claus Peter Schulze hat die Fassade im Stil der Siebzigerjahre aus braunem Aluminium – er sprach deshalb von „Schokotürmen“ – durch silbergrauen Edelstahl und viele Glaselemente ersetzt. Das Domizil der Sparkasse kommt nun heller und freundlicher daher.

Die Umbauarbeiten an der Sparkasse am Raschplatz sind abgeschlossen. 

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Insgesamt kann die Sparkasse 800 Mitarbeiter am Raschplatz unterbringen; zurzeit sind es 700. Bisherige Standorte am Aegi und in der Osterstraße gibt sie auf. Gegenüber dem ehemaligen Bestand sinkt der Stromverbrauch um 51 Prozent, der Wärmeverbrauch sogar um 74 Prozent. „Wir sparen durch den Neubau insgesamt bis zu 500.000 Euro an Betriebskosten im Jahr“, erklärt Projektleiter Thomas Decker.

Im Erdgeschoss haben die Handwerker eine Decke aufgebrochen und so ein höheres, großzügigeres Foyer geschaffen. Außerdem befinden sich dort 21 Besprechungsräume, die Kantine mit angeschlossener Kaffeebar, ein Gesundheitsbereich mit Möglichkeiten etwa für Rückenschule und Yoga sowie zugehörigen Umkleide- und Duschräumen. Im dritten Stock haben die Planer einen Bereich eingerichtet, in dem Eltern arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder spielen können. Jede Etage verfügt über Pantry-Küchen, vereinzelt gibt es Sanitätsräume mit Liegen.

Auf der Vorstandsebene im zwölften Stock dominiert wie auch in vielen anderen Bereichen die Farbe Weiß. Auffällig ist, dass die Dekoration bisher minimalistisch ausfällt. Stefan Becker, Leiter des Vorstandsstabes und als Vorsitzender des Vereins der Freunde des Sprengel-Museums bewandert in Sachen Kunst, soll sich darüber Gedanken machen. Das könnte anspruchsvoll werden, wie ihm schwant: „Gegen diesen Ausblick ist schwer anzukommen.“ Bei schönem Wetter reicht die Sicht aus den oberen Etagen bis zum Brocken im Harz. Selbst an einem sonnigen, aber diesigen Tag wie am Donnerstag kann Jagau bei einem Rundgang durch die Vorstandsebene das gesamte Geschäftsgebiet der Sparkasse übersehen, wenn er aus den großen Fenstern schaut. „Darüber freue ich mich jedes Mal, wenn ich am Morgen ins Büro komme“, sagt er.     

Fünf Millimeter rauf und wieder runter

Hätte sich die Sparkasse statt der Sanierung des vorhandenen Gebäudes für einen Neubau entschieden, hätte dieser aus statischen Gründen nicht am Raschplatz entstehen können. „Bei einem Abriss unseres Hauses hätte das gesamte Areal wegen des fehlenden Gewichtes dem Grundwasserdruck nicht mehr standgehalten und wäre aufgeschwemmt worden“, sagt Projektleiter Thomas Decker.

Architekt Heinz Wilke hatte vor 40 Jahren schon den Fall einer späteren Sanierung bei seinen Planungen bedacht. „Er ließ das gesamte dritte Untergeschoss voll Kies füllen“, berichtet Decker. Dieses Material reichte aus, um den rund 40-prozentigen Gewichtsverlust durch die Entkernung des Gebäudes während der Umbauphase auszugleichen.

Weil die Ingenieure ganz sichergehen wollten, ist der Bau während der Arbeiten ständig per Lasertechnik überwacht worden. Ergebnis: Als er am leichtesten war, drückte ihn das Wasser um fünf Millimeter nach oben, und zwar ohne, dass er dabei aus dem Lot kam. „Jetzt hat er sich durch das Gewicht der Einbauten um ebenfalls genau fünf Millimeter wieder gesetzt“, berichtet Projektleiter Decker. Die vorausschauende Planung der Architekten und Statiker ist also aufgegangen.

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