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Aus der Stadt Hausarbeit im Messegewimmel
Hannover Aus der Stadt Hausarbeit im Messegewimmel
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00:22 14.10.2015
Von Mathias Klein
Veronika Hirschfeld (großes Bild) preist für die Firma Vorwerk auf der Infa das neueste Thermomix-Modell an. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Kerstin von Janta hatte ihren Besuch auf der Infa gut vorbereitet. „Ich habe mich vorher schon bei Bekannten informiert“, berichtet die 53-Jährige aus Langenhagen. Deshalb steht sie auch nicht in den Menschentrauben am Stand der Firma Vorwerk

Dort gibt es staunende Blicke wegen der vielen Funktion der Küchenmaschine Thermomix. Veronika Hirschfeld ist in der riesigen Messehalle gerade dabei, eine Gurkencremesuppe zuzubereiten - falls man das beim Thermomix so noch sagen kann. „Der Thermomix macht das alles“, verrät die Vorwerk-Verkäuferin vor großem Publikum: „Er führt mich durch das Rezept, nach sieben Minuten ist die Suppe fertig.“

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Die Infa ist nach Angaben des Veranstalters die größte Erlebnis- und Einkaufsmesse Deutschland. Die HAZ hat sich bei einem Rundgang an den Ständen umgesehen.

Während das Publikum noch staunt, sitzt die Sparkassenkauffrau von Janta nebenan an einem Tisch und unterschreibt den Vertrag für den Thermomix. 1109 Euro sei zwar nicht gerade wenig Geld, sagt sie. „Aber wer billig kauft, kauft doppelt“, sagt die Finanzexpertin. Sie sollte es wissen.

Gleich nebenan müht sich Volker Gozemba um Interessenten für eine ganz andere Küchenmaschine. Mit einfachster Handbedienung zerhackt sein Gerät sämtliches Obst und Gemüse in kleine Stücke - und zwar „rucki, zucki“, wie Gozemba sagt. Seine Küchenmaschine ist deutlich billiger, zum „Messesonderpreis“ von 30 Euro verkauft sie sich gut.

Über einen „riesigen Andrang“ am Eröffnungswochenende freut sich Infa-Sprecher Lars Penningsdorf am Sonntag. Während er es positiv sieht, dass es „unglaublich voll“ ist, bewertet manch ein Besucher die Enge anders. „An viele Stände kommt man kaum noch ran“, sagt zum Beispiel Anja Stolze. Die 44-Jährige aus Hildesheim ist mit Freundinnen gekommen. Am Ausgeben ihres Geldes hat sie das nicht gehindert. Jetzt steht sie in einer langen Schlange am Geldautomaten. „Nächstes Mal plane ich gleich mehr Geld ein“, meint Stolze.

Das Angebot in den acht Infa-Hallen ist schier unüberschaubar. Es gibt Taillenformer und Unterhosen genauso wie Bohrmaschinen und Brennholz oder noch unbekannte Neuheiten wie das „WC-Wunder“ - so heißt eine neuartige Klobürste. Die Infa ist nach Angaben des Veranstalters die größte Erlebnis- und Einkaufsmesse Deutschlands. Im vergangenen Jahr wurden 193 000 Besucher gezählt.

Sandra Neumann stört sich nicht am dichten Gewimmel. Die Wunstorferin sitzt mitten in der sogenannten Kreativhalle und lässt die Nähmaschine rattern. „Nähen ist meine Leidenschaft“, berichtet die 35-Jährige. Am Stand der Firma Stoff-Ideen hat sie sich Stoff für eine Jacke gekauft und passgenau zuschneiden lassen. Jetzt näht sie sich eine türkisfarbene Jacke für die kälteren Tage. Neumann näht auch viel zu Hause. Hier bei der Infa aber könne man „mal andere Nähmaschinen ausprobieren“ und sich mit anderen Menschen austauschen. Nach etwas mehr als einer Stunde Nähen kann Neumann mit ihrer kuscheligen Jacke nach Hause fahren.

Infa dauert noch bis Sonntag

Die Infa dauert noch bis zum nächsten Sonntag. Die sogenannte Infa-Kreativ mit Näh- und Strickständen sowie die Cake-World mit einem Tortenwettbewerb sind nur noch am heutigen Montag zu sehen. Am nächsten Wochenende gibt es dann innerhalb der Infa eine spezielle Baby- und Kleinkindermesse. Dann finden auch die Familientage mit einem großen Kinderfest statt. Der Eintritt kostet 11 Euro bei Vorbestellung im Internet und 13 Euro an der Messekasse. Ermäßigungsberechtigte zahlen jeweils einen Euro weniger, Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren müssen 6 Euro im Internet und 8 Euro an der Tageskasse zahlen. Für Kinder bis zu zwölf Jahren ist der Eintritt frei. Das Parken auf den Messeparkplätzen kostet 5 Euro. Die Hallen sind von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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