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Hehlerbande unterschlägt Tchibo-Retouren

Handel mit Kaffee und Kleidung Hehlerbande unterschlägt Tchibo-Retouren

Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine mutmaßliche Hehlerbande in Hannover und Langenhagen hochgenommen. Die zehn Männer und eine Frau sollen im großen Stil Waren der Firma Tchibo unterschlagen und dann über das Internet, aber auch aus Garagen in Hannover verkauft haben – vor allem Kleidung und Kaffee.

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Die Polizei Hannover hat Waren im Wert von 100.0000 Euro sicher gestellt. 

Quelle: Polizei Hannover

Hannover/Langenhagen. Wie groß der dadurch angerichtete Schaden ist, steht noch nicht fest. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass es sich um eine sechsstellige Summe handelt.

Am Donnerstag durchsuchte die Polizei zeitgleich 13 Wohnungen, vier Garagen und drei Lastwagen in Vahrenwald, Vahrenheide, Sahlkamp, Stöcken, Ricklingen, Linden, Bemerode, der List und Langenhagen. Dabei stellten die Fahnder knapp 700 Kisten sicher, in denen sich vor allem Bekleidung, aber auch Elektroartikel und Kaffee befanden. Darüber hinaus fanden die Beamten knapp 70 Müllsäcke sowie 18 Umzugskartons voller Hehlerware. Zudem entdeckten die Beamten mehr als 200 leere Transportkisten der Firma Tchibo.

Die bisherigen Ermittlungen der Polizei ergaben, dass acht der insgesamt zehn verdächtigen Männer als Fahrer bei einem Transportunternehmen angestellt waren, das Retourware aus Tchibo-Filialen abholt. Statt diese Waren aber zurück an die Firma zu liefern, behielten die Männer die Gegenstände. Anschließend verkauften sie die Waren entweder selbst oder ließen die Artikel von ihren drei Komplizen über das Internet oder im Ausland verkaufen. Teilweise boten sie die Waren auch in Garagen im Stadtgebiet zum Kauf an.

Auf die Spur der Hehler kam die Polizei durch die Firma Tchibo: Im Oktober vergangenen Jahres war dem Unternehmen aufgefallen, dass immer wieder Waren aus dem Bestand fehlten. Als der Konzern die Polizei einschaltete, konnte er den Ermittlern direkt eine Liste mit möglichen Tätern und deren Vertriebswegen mitliefern.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten die Fahnder der Polizeidirektion Hannover schließlich zu den zehn Männern im Alter von 34 bis 54 Jahren sowie einer 29-jährigen Frau aus Hannover und Langenhagen. Acht der Verdächtigen konnten die Beamten am Donnerstag festnehmen. Sie wurden nach ihrer Vernehmung, bei der nur einer der Männer die Taten zugab, wieder auf freien Fuß gesetzt. Die drei anderen Verdächtigen wurden bei der Razzia nicht in ihren Wohnungen angetroffen. „Sie sind den Ermittlern aber namentlich bekannt“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen alle Verdächtigen wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Unterschlagung.

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