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Bombenräumung wird logistische Herausforderung

Vorbereitungen Bombenräumung wird logistische Herausforderung

Die für Sonntag geplante Bombenräumung in Teilen der List, der Nordstadt und in Vahrenwald wird eine logistische Herausforderung für die Einsatzkräfte. 2500 Helfer - darunter zahlreiche Ehrenamtliche - werden am 7. Mai benötigt, wenn rund 50.000 Betroffene ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen.

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Bei Oliver Fricke, 
dem Logistik-Chef der Johanniter, dreht sich seit Wochen alles um die Versorgung und 
Betreuung der 
Evakuierten.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Rund 800 Bewohner von Alten- und Pflegeheimen müssen an dem Tag in Unterkünfte gebracht werden. Insgesamt stellt die Feuerwehr an diesem Tag allein rund 240 Fahrzeuge ausschließlich für diese Transporte bereit.

Auch bei der Johanniter Unfallhilfe am Kabelkamp dreht sich seit Wochen alles nur um den Großeinsatz. Gemeinsam mit den hauptamtlichen und den ehrenamtlichen Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, des Arbeiter Samariter Bundes und des Technischen Hilfswerks kümmern sie sich um die Logistik und den Betrieb der drei Notunterkünfte in der IGS Vahrenheide, der Käthe-Kollwitz-Schule und der IGS Büssingweg. „Unsere Planungen sind zunächst einmal auf die Versorgung von 10 Prozent der Betroffenen ausgelegt“, sagt Oliver Fricke, der Logistiker der Johanniter Unfallhilfe. Eine Aufstockung ist allerdings jederzeit möglich. Nach Angaben der Feuerwehr halten die Einsatzkräfte zusätzlich Verpflegung für weitere 2500 Menschen in Reserve.

Immer wieder müssen in Hannover Fliegerbomben entschärft werden. Ein Überblick über die Bombenräumungen der vergangenen Jahre:

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Bei den Johannitern im Kabelkamp lagert ein Teil davon. Rund 10.000 Portionen Suppe, zwei Gulaschkanonen und eine mobile Einsatzküche stehen dort zum Abtransport bereit. Neben der Verpflegung der Betroffenen gehört die Ausstattung der drei Betreuungsstellen zur Hauptaufgabe der Johanniter. Rund 850 Feldbetten hält die Hilfsorganisation dafür in einer der Hallen auf ihrem Gelände vor. Der Bereich Logistik ist gut durchorganisiert. Um die Betten und alle anderen Gegenstände, die an den Einsatzstellen benötigt werden, zu transportieren, verwenden die Johanniter ausschließlich Gitterboxen aus Metall - keine Holzpaletten. „Die Boxen haben zwei Vorteile: sie sind in einem Lkw-Anhänger gut stapelbar und deswegen gibt es auch keine Schwierigkeiten mit der Sicherung der Ladung. Mit Paletten wäre das anders“, sagt Fricke.

Bei Sondierungsarbeiten auf einem Gelände an der Wedelstraße waren mehrere Punkte entdeckt worden, an denen möglicherweise Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Die weiteren Untersuchungen ergaben, dass es sich um 13 sogenannter Verdachtspunkte handelt. Ob sich der Verdacht bestätigt oder nicht, steht erst dann fest, wenn die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die möglichen Fundstellen vollständig freigelegt haben.

Wie lange der Einsatz am Sonntag tatsächlich dauert, kann bislang niemand vorhersagen. Es hängt davon ab, wie viele Bomben tatsächlich entdeckt werden, in welchem Zustand der jeweilige Zünder des Sprengkörpers ist und wann die Entschärfer mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen können. Die Feuerwehr weist noch einmal darauf hin, dass dies erst geschehen kann, wenn alle 50 000 Betroffenen außerhalb des Evakuierungsbereichs sind. Um 9 Uhr sollen alle Anwohner ihre Wohnungen verlassen haben. Je früher das Gebiet geräumt ist, umso früher können die möglichen Bomben unschädlich gemacht werden und die Bevölkerung kann dann wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

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