Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 17 ° Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Helfer: Keine Böller bei Flüchtlingsheimen

Silvesterfeuerwerk Helfer: Keine Böller bei Flüchtlingsheimen

Im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften soll Rücksicht beim Silvesterböllern genommen werden – darum bitten die Johanniter. Heute beginnt der Verkauf der Feuerwerkskörper. In den Unterkünften lebten zahlreiche Menschen, die traumatische Erlebnisse aus Kriegsgebieten mitbringen, heißt es bei den Johannitern.

Voriger Artikel
Viele Einrichtungen bis Neujahr geschlossen
Nächster Artikel
Ist das ein Hingucker – oder nicht?

Fotos aus sicherem Abstand: So sah Silvester 2014 am Kröpcke aus.  

Quelle: Insa Cathérine Hagemann

Hannover. Heute startet der legale Böllerverkauf für die Silvesternacht. Wegen der vielen Flüchtlinge, die mit teils traumatischen Kriegserfahrungen auch im Raum Hannover leben, bitten die Johanniter um besondere Rücksicht rings um die Unterkünfte. Die Feuerwehr erinnert daran, dass etwa rund um Seniorenheime, Kirchen, Kliniken und Fachwerkhäuser ohnehin ein Sicherheitsabstand zwischen 30 und 200 Metern gelte. Die Feuerwerkskörper dürfen ausschließlich in der Silvesternacht von Donnerstag auf Freitag abgebrannt werden.

„In Deutschland ist das Silvesterfeuerwerk Tradition, dies möchten wir auch niemandem nehmen“, sagt Thomas Mähnert vom Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe: „Doch unter den aktuellen Umständen bitten wir, Zurückhaltung im direkten Umkreis der Unterkünfte zu üben.“ Mit Blick auf die vielen Menschen, darunter auch viele Kinder, die Krieg und Gewalt mit einschlagenden Bomben erlebt haben, solle „ein rücksichtsvoller Umgang mit diesen Mitmenschen selbstverständlich“ sein. Lautes und unmittelbares Knallen kann zu Panik- oder Angstreaktionen der Bewohner führen. In den von den Johannitern betreuten Unterkünften sei der Besitz von Feuerwerkskörpern jeglicher Art untersagt.

 

Hannovers Feuerwehr weist auf die Abstandsregeln für besonders sensible Einrichtungen hin und die besondere Gefahr für Balkone. Diese sollten in der Silvesternacht besonders geschützt werden, da es in den vergangenen Jahren vermehrt zu Bränden gekommen ist, nachdem Knaller und Raketen dort auf brennbares Material wie Möbel getroffen sind. Grundsätzlich gelten diese Tipps der Brandschützer:

Vorsicht beim Zünden: Nur geprüftes Feuerwerk kaufen - und vor dem Zünden die Gebrauchsanweisung lesen. Schutzkappen erst unmittelbar vor dem Zünden entfernen, Feuerwerkskörper nie länger als nötig in der Hand halten. Nach dem Anzünden Sicherheitsabstand einhalten. Niemals auf Menschen, Tiere, Gebäude oder Fahrzeuge zielen.

Kinder beaufsichtigen: Kinder nie alleine mit Feuerwerk hantieren lassen. Kleinere Kinder auch beim Zünden von Knallerbsen beaufsichtigen.

Haustiere schützen: Fenster schließen, Haustiere in einen ruhigen Raum bringen. Brennbare Gegenstände entfernen, Mülltonnen schließen. Für Löschmöglichkeiten sorgen.

Keine Himmelslaternen verwenden: In Niedersachsen ist die Verwendung von unbemannten Heißluftballons wie Himmelslaternen oder Skylaternen zum Aufstieg verboten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Statistik für Niedersachsen
Frau in Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Zwei Drittel der in Niedersachsen in diesem Jahr angekommenen Flüchtlinge haben noch keinen Asylantrag stellen können - das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU hervor. Außerdem steigt die Zahl der Ausreisepflichtigen auf über 19 000 Personen.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Am 8. und 9. Juli wird Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva heiraten. Nicht auf der Marienburg in Pattensen, wo sein Vater 1981 geheiratet hat, sondern in der Marktkirche. Kenner gehen davon aus, dass sie voll sein wird mit Ehrengästen. Etliche gekrönte Häupter aus Europas Hochadel werden erwartet. Auf unserer Themenseite halten wir Sie stets auf dem Laufenden.

Drei Chefredakteure zu Gast im Literarischen Salon

Im Literarischen Salon waren Hendrik Brandt (Chefredakteur der HAZ), Klaus Brinkbäumer (Chefredakteur DER SPIEGEL, Hamburg) und Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur DIE ZEIT, Hamburg) zu Gast.