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Frank Hanebuth macht Urlaub in Hannover

Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth macht Urlaub in Hannover

Dem ehemaligen Chef der hannoverschen Hells Angels, Frank Hanebuth, ist ein Kurzurlaub in Deutschland genehmigt worden. Die spanischen Behörden ermitteln gegen ihn wegen verschiedener Vorwürfe. Er will am Montag seinen 52. Geburtstag in Hannover feiern.

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Hanebuth kommt am Flughafen an.

Quelle: Droese

Hannover. Die spanischen Ermittlungsbehörden haben dem umstrittenen Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth überraschend einen Kurzurlaub in Deutschland genehmigt. Sie ermitteln gegen ihn wegen verschiedener schwerer Vorwürfe und halten ihn seit einer Großrazzia vor drei Jahren in Südeuropa fest. Nun aber gab es eine Stippvisite: Hanebuth will in der Nacht zum Montag seinen 52. Geburtstag am Steintor feiern.

Der ehemalige Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth macht zu seinem Geburtstag einen Kurzurlaub in Hannover. Am Flughafen erwarten ihn Hells Angels mit einer Limousine, am Steintor will er seinen Geburtstag feiern.

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Gegen 20 Uhr wurde der stämmige Rocker mit einer Stretch-Limousine am Flughafen abgeholt. Am Steintor gab es derweil Verkehrsprobleme: Laufend trafen neue Motorradkorsos aus etlichen Regionen Deutschlands ein, die stadteinwärts führende Spur der Goethestraße war überfüllt. Damit niemand zu Schaden kam, sperrte die Polizei die Straße um kurz vor 21 Uhr für einige Minuten.

Hanebuth begrüßte derweil zahlreiche Wartende einzeln: unter anderem den umstrittenen Walsroder Hells Angel Wolfgang Heer, Rockerbosse aus ganz Deutschland und auch den hannoverschen Bäcker Jochen Gaues, der lange Zeit für Prominente kochte, bis sein Betrieb Insolvenz anmelden musste. Hanebuth trug bei seiner Ankunft eine Kutte, die den Aufnäher „President Hells Angels Charter North Gate“. Ob es sich hierbei um eine Geste handelte oder ob er Funktionen in einem Club hat, blieb unklar. Hanebuth hielt eine Rede in der Sansibar. Er werde oft gefragt, ob die Hells Angels noch zeitgemäß seien. "Nein, das sind wir nicht", sagte er. "Sonst hätten wir einen Flüchtlings-Charter."

Die spanischen Behörden ermitteln unter anderem wegen des Verdachts der Geldwäsche, der Nötigung, der Erpressung und der Förderung der Prostitution gegen Hanebuth. Zuletzt waren die Meldeauflagen gegen den Hannoveraner etwas gelockert worden. Statt wie bislang täglich, musste er sich zuletzt nur noch einmal pro Woche bei den Behörden melden. Wann die Anklage in diesem Fall erhoben wird, der einst spektakulär begonnen hatte und jetzt vor sich hindümpelt, steht in den Sternen.

Hanebuth genießt trotz des Ärgers, den es um seine Person und die kriminellen Machenschaften seines inzwischen verbotenen Vereins Hells Angels gab, weiter viele Sympathien im Feier- und Rotlichtmilieu. Am Steintor wird er mit ein Willkommenstransparent empfangen.

tm/med

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