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Hells Angels feiern Hanebuths baldige Entlassung

Vor Rathaus Hannover Hells Angels feiern Hanebuths baldige Entlassung

Hannovers ehemaliger Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth soll am Montag aus der U-Haft entlassen werden. Nachdem die Nachricht die Runde gemacht hatte, versammelten sich etwa 50 Rocker am Abend vor dem Rathaus, um für ein Foto zu posieren. Offenbar wollten sie die Entlassung der einstigen Steintor-Größe gebührend feiern.

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Etwa 50 Hells Angels trafen sich vor dem Rathaus, um die baldige Entlassung zu feiern.

Quelle: HAZ

Hannover. Unwirkliche Szenen spielten sich am Freitagabend vor dem Rathaus ab: Gegen 18 Uhr rollten rund 50 Rocker mit ihren Motorrädern auf den Trammplatz und posierten für einen Fototermin auf den Stufen des Verwaltungsbaus. Nur wenige Stunden, nachdem bekannt wurde, dass Frank Hanebuth, der ehemalige Chef des hannoverschen Charters der Hells Angels, aus der spanischen Untersuchungshaft entlassen wird, zeigten seine Unterstützer, dass sie noch immer in der Stadt präsent sind.

Nach der Nachricht, dass Frank Hanebuth aus der U-Haft entlassen werden soll, haben sich rund 50 Mitglieder der Hells Angels vor dem hannoverschen Rathaus getroffen um für ein Foto zu posieren.

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Am Abend zuvor hatte das oberste spanische Gericht die Entscheidung der Audiencia Nacional kassiert, die U-Haft von Frank Hanebuth zu verlängern. Gegen eine Kaution 60.000 Euro darf Hanebuth das Gefängnis verlassen, muss jedoch in Spanien bleiben und sich jeden Tag persönlich bei einer Behörde melden. „Wir gehen davon aus, dass unser Mandant das Wochenende noch im Gefängnis in Cadiz verbringen muss und frühestens am Montag auf freien Fuß kommt“, sagte sein hannoverscher Anwalt Götz von Fromberg, der Hanebuth gemeinsam mit seinem spanischen Kollegen Gonzalo Boye Tuset vertritt. Wo Hanebuth bis zum Beginn seines Prozesses in Spanien wohnen wird, wollte sein Anwalt nicht sagen. „Selbstverständlich wird er sich aber zu hundert Prozent an die Auflagen des Gerichts halten.“

Hanebuth darf Spanien vorerst nicht verlassen

Dadurch will die Audiencia Nacional verhindern, dass Hanebuth das Land verlässt und so seinem Prozess entgeht. Ermittlungsrichter Eloy Velasco wirft dem 50-Jährigen neben der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung Geldwäsche, Nötigung, Bedrohung, Erpressung und die Förderung der Prostitution vor. Erst Ende Juni hatte sich das spanische Gericht auf der Grundlage des Ermittlungsberichtes von Velasco für eine Verlängerung der U-Haft entschieden. Zu diesem Zeitpunkt saß Hanebuth bereits seit zwei Jahren im Gefängnis.

Außerdem befürchteten die Ermittler in Madrid, Hanebuth könnte nach seiner Freilassung Kontakt zu den anderen Beschuldigten der Operation „Casablanca“ aufnehmen, seine Aussagen mit ihnen abstimmen oder Zeugen unter Druck setzen. In diesem Zusammenhang ist die Entscheidung des obersten Gerichts ein herber Rückschlag für die Audiencia Nacional. Dort wollte man sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

„Free Frank“: Solidaritätsbekundung vor dem Rathaus

Bei den Rockern in Deutschland wurde die Botschaft dagegen positiv aufgenommen. „Eine große Feier planen wir aber nicht“, sagte Hells-Angels-Sprecher Rudolf „Django“ Triller. Damit wolle man warten, bis Hanebuth tatsächlich auf freiem Fuß sei. Allerdings wollten die 50 Rocker nicht so lange darauf warten, ihre Präsenz in Hannover zu zeigen. Sie posierten provozierend in T-Shirts mit der Aufschrift „Free Frank“ vor dem Rathaus. Offiziell wurde die Aktion als Solidaritätsbekundung bezeichnet.

In der Verwaltung der Stadt und bei der Polizei maß man dem spontanen Aufmarsch der Rocker keine große Bedeutung zu. Die Polizei, die ebenfalls am Trammplatz erschien, reagierte lediglich mit ein paar Strafzetteln, die sie einigen Rockern ausstellte, die mit ihrem Motorrad über den Bürgersteig gefahren waren. „Solange sich die Hells Angels an Recht und Gesetz halten, können sie sich wie jeder andere Bürger vor dem schönen Rathaus fotografieren lassen“, sagte ein Stadtsprecher.

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