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Hemmingen lehnt Studenten ab

Preiswerter Wohnraum Hemmingen lehnt Studenten ab

Es klingt so einfach. Preiswerter Wohnraum für Studenten scheint weiterhin zu fehlen. Hans-Hermann Eikemeier will deshalb ein Bürogebäude, das er im Gewerbegebiet Hemmingen besitzt, in kleine Apartments aufteilen. Doch die Stadtverwaltung stellt sich quer.

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Kein Platz für angehende Akademiker? Das Hemminger Gebäude grenzt unmittelbar an eine Tankstelle.

Quelle: Michael Thomas

Hemmingen. Gut die Hälfte Nutzfläche – insgesamt rund 1000 Quadratmeter – ist an 25 gewerbliche Nutzer wie eine Tanzschule und eine Rechtsanwaltskanzlei vermietet, der Rest steht leer. „Ich müsste nur Wände ziehen, und alle könnten profitieren“, sagt Eikemeier, Inhaber des gleichnamigen Cateringservice in Döhren.

Seit rund zehn Jahren hat der Unternehmer sein Anliegen immer wieder der Stadt Hemmingen vorgetragen. Er strebt an, dass sein Grundstück aus dem Bebauungsplan herausgenommen und zum Mischgebiet erklärt wird. „Das Gebäude grenzt direkt an ein Wohngebiet und zwei Buslinien halten vor der Tür. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass ich da keine Studenten reinkriege“, glaubt Eikemeier. Doch von der Stadtverwaltung bekommt er regelmäßig einen Korb. „Nur ein Hotel könnte ich installieren. Auch Flüchtlingswohnungen wären genehmigt worden.“ Als sich ein Anstieg der Flüchtlingszahlen abzeichnete, hat die Bundesregierung vor knapp zwei Jahren das Baurecht gelockert. Kommunen dürfen seitdem Flächen in Gewerbegebieten für begrenzte Zeit zu Flüchtlingsunterkünften umwidmen.

Auch Hemmingen hat davon Gebrauch gemacht, will die maximale Dauer von fünf Jahren aber nicht ausschöpfen. „Dazu sind Gewerbegebiete nicht da. Wir wollen deshalb vorher eine alternative Unterbringung finden“, betont Bürgermeister Claus Schacht-Gaida. Das Ansinnen, aus einem Gewerbegebiet mit Druckwalzen-, Maschinenbau- und Papierfabriken für ein paar Studentenwohnungen ein Mischgebiet zu machen, lehnt er ab. „Wir würden die Existenz der bestehenden Betriebe aufs Spiel setzen.“ Lärm, Schmutz und starker Lieferverkehr dürften schnell zu Klagen von Wohnungsnutzern führen.

Eikemeier ist beileibe nicht der Einzige, der angesichts des Mangels an preiswerten kleinen Wohnungen darauf hofft, eine wenig nachgefragte Gewerbeimmobilie umwandeln zu können. Dem Studentenwerk Hannover werden regelmäßig Objekte in Gewerbegebieten zum Kauf oder zur Miete angeboten. „Die Vorgaben in Bebauungsplänen sind aber verbindlich: Wohnen ist dort nicht zulässig“, betont Geschäftsführer Eberhard Hoffmann. Allein schon die Randlage macht viele Gebäude für Studenten unattraktiv. „Verkehrsanbindung und Nähe zu einer Hochschule sind wichtig, weil Studenten oft kein Auto besitzen.“

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