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Aus der Stadt Bund gibt Millionen für Ihme-Zentrum
Hannover Aus der Stadt Bund gibt Millionen für Ihme-Zentrum
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18:36 03.03.2017
Von Conrad von Meding
Das Ihme-Zentrum soll mit zwei Millionen Euro gefördert werden. Quelle: Kleinschmidt
Hannover

Bundesbauministerin Barabara Hendricks hat am Freitag mitgeteilt, dass insgesamt 24 Vorhaben als "Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert werden. Das Ihme-Zentrum wird als "monumentale Hinterlassenschaft des Städtebaus der Sechziger- und Siebzigerjahre" bezeichnet. Das Geld soll für die bessere Durchwegung des Erdgeschosses aus dem Stadtteil Linden zum Fluss investiert werden. In der Mitteilung heißt es, der Jury sei wichtig gewesen, "wie sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Projekte einbringen". In Hannover bemüht sich insbesondere die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, aber auch die Kommunalpolitik seit Jahren intensiv um die Verbesserung der Situation am Ihme-Zentrum.

Der Bund gibt 2 Millionen Euro, die Stadt eine weitere Million. Sie hatte den Antrag gestellt - und Erfolg gehabt. Insgesamt 90 Projektvorschläge mit einem Förderbedarf von 316 Millionen Euro waren eingegangen. In Niedersachsen wird außerdem eine Begegnungs- und Bildungseinrichtung unweit der Gedenkstätte Bergen-Belsen gefördert. Sie erhält 3,6 Millionen Euro.

Konkret geht es der Stadt darum, den bisher dunklen Durchgang von der Gartenallee zur Ida-Ahrenhold-Brücke zu modernisieren. Dort soll ein komfortabler Fuß- und Radweg eingerichtet werden. Angrenzend sollen Räume entstehen, die Stadtteilvereinen und nichtkommerziellen Institutionen gegen Betriebskostenerstattung überlassen werden sollen. Dazu soll es im Vorfeld eine Bürgerbeteiligung geben, kündigte Oberbürgermeister Stefan Schostok Am Freitag an. Beim Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum stieß die Mitteilung Freitag auf Freude. Er engagiert sich für die Revitalisierung der Problemimmobilie. Auch aus hannoverschen Parteien gab es gestern positive Signale.

Oberbürgermeister Stefan Schostok berichtete am Freitag, er habe im Vorfeld des Förderantrags intensive Gespräche mit dem Land Niedersachsen und dem Bund über notwendige Maßnahmen geführt. „Der positive Bescheid aus Berlin zeigt, dass der Bund und Land die Bedeutung einer Wiederbelebung des Ihme-Zentrums für Hannover und insbesondere den Stadtteil Linden anerkennt. Wir haben deutlich gemacht, dass wir sehr konsequent im Rahmen unserer Möglichkeiten an der Entwicklung des Areals arbeiten“, betonte Schostok .„Vor allem werden von Bund und Land auch die damit verbundenen Chancen für Hannover und den Stadtteil gesehen, das Quartier wieder zu beleben und weitere Investitionen anzustoßen.“ Der bereits seit einem Jahrzehnt bestehende Leerstand habe zu einem „äußerst problematischen Zustand“ des über 550 m langen Bereichs im Erdgeschoss des Ihme-Zentrums geführt. Mit der Projektförderung verknüpfe die Stadt das Ziel, das Areal wieder aufzuwerten und das Erdgeschoss des Ihme-Zentrums neu zu beleben.

Der Großeigentümer hat angekündigt, bis Sommer den Bauantrag für den ersten Revitalisierungsabschnitt einzureichen. Er bezieht sich auf die Fassaden zur Blumenauer Straße. Zudem soll nahe am Küchengarten eine neue Durchwegung zur Ihme geschaffen werden, dort soll ein kleines, modernes Geschäftszentrum entstehen. Das jetzt vom Bund bewilligte Projekt hat damit nichts zu tun. Der Durchgang auf Höhe Gartenallee ist ein öffentlicher Wunsch, der jetzt mit öffentlichen Zuschüssen finanziert wird. Schostok sagte, man erhoffe sich damit auch Impulse für die Revitalisierung der Problemimmobilie

In der Jury  "Nationale Projekte des Städtebaus" sitzen unter anderem Prof. Werner Durth, der sich intensiv in den Stadtentwicklungsdialog City2030 eingebracht hatte, und Prof. Martin zur Nedden, Sohn des verstorbenen hannoverschen Stadtplaners Felix zur Nedden und langjähriger Stadtbaurat in Hannovers Partnerstadt Leipzig.

In der Debatte um den Geschäftsbericht des Gartenheim-Chefs Günter Haese melden sich nun auch andere Wohnungsunternehmen in Hannover zu Wort. Die GBH und Meravis sehen keine Probleme mit Flüchtlingen. Haese bestreitet derweil, dass sei Geschäftsbericht völkische und rassistische Positionen verbreite.

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