Eine Handvoll Beschäftigte scheidet nach Angaben von Thomas Bernhard von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten größtenteils auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus.
Das Amtsgericht Hannover hat am Freitag das Insolvenzverfahren gegen die Tochterunternehmen eröffnet. Dieser Schritt ist Voraussetzung dafür, dass die Beschäftigten Insolvenzausfallgeld beim Arbeitsamt rückwirkend für drei Monate erhalten. Damit sehen viele von ihnen nach monatelanger Durststrecke erstmals wieder Geld. Aufgabe für die nächsten Wochen ist es nun, die durch finanzielle Altlasten angeschlagene Brauerei endgültig wieder auf Kurs zu bringen.
Viele Mitarbeiter kamen am späten Freitagnachmittag sichtlich erleichtert aus einer Betriebsversammlung. Dass die meisten soeben paradoxerweise ihre Kündigung unterschrieben hatten, um weiter in der Brauerei arbeiten zu können, nahmen einige mit Humor und wünschten sich gegenseitig ein „schönes arbeitsloses Wochenende“.
Andere ärgerten sich allerdings, dass sie durch ihre Unterschrift nun drei der sechs noch ausstehenden Monatslöhne endgültig verlören. „Wie soll ich denn jetzt aus den Miesen herauskommen?“, schimpfte ein Angestellter, der sich in den vergangenen Wochen bereits privat Geld geliehen hatte, um seine Miete bezahlen zu können. Auf knapp 4000 Euro müsse er verzichten. „Darüber kann ich mich beim besten Willen nicht freuen“, sagte er. „Wenigstens bekommen wir einen Teil ausbezahlt“, meinte hingegen ein Kollege, der wie alle Herrenhäuser-Mitarbeiter in diesen Tagen seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Er sehe seine Situation deshalb mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Es gab Momente, da hatte ich das Geld abgeschrieben“, meinte der Mann.
Bernd Haase und Stephan Fuhrer
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Kommentare
Lohnpreller EX – 03.05.10
das darf doch echt nicht wahr sein. Da gehen tatsächlich 60 Leute wieder für dieses A...och arbeiten? Habt Ihr nichts dazu gelernt? Ihr habt alle mind. 3 Monate in den Sand gesetzt. Überstunden weg, Urlaub weg. habt Ihr euer Hirn versoffen?MM zieht euch so übers Leder und Ihr geht alle mit. Die einzigen die was verloren haben sind wir Herry Malocher. Ich bin zum Glück schon weg da, werde aber wohl von meinen 5 ausstehenden Löhnen nur noch drei vom Arbeitsamt sehen, und zwei sind weg.
Was hat er denn verloren? Nichts!!! Er kann den gleichen Scheiß jetzt mit den gleichen Leuten wieder von vorne Anfangen. Sorry aber alle die jetzt noch für MM arbeiten sind für mich weich in der Birne! Ich hoffe Ihr habt euch auch alle schön bei Ihm bedankt für den neuen unsicheren Arbeitsplatz
offene Löhne na – 03.05.10
Unbedingt einen Antrag auf Inaolvenzgeld bei der Arbeitsagentur stellen. Auch als ausgeschiedener Arbeitnehmer hat man Anspruch auf Insolvenzgeld. Maßgeblich sind dann die letzten drei Monate des Arbeitsverhältnisses.Und die Anderen? heinz1 – 03.05.10
Sehr schön, dass die Mitarbeiter nun nach mehreren Monaten endlich wieder Gehalt bekommen!Und wie sieht das mit den Außenständen gegenüber den Mitarbeitern aus, die inzwischen gekündigt haben, weil Sie es sich nicht mehr leisten konnten, monatelang ohne Gehalt für den Pleiteverein zu arbeiten?
Die dürfen wahrscheinlich weiterhin monatlich erfolglos auf eigene Kosten den Gerichtsvollzieher nach Herrenhausen schicken...
Hauptsache... h-mensch – 03.05.10
...der Weil mit Konsorten hält sich aus der Sache raus - sonst kommts wie üblich --> alles geht den Bach runter!sh. Gilde, sh. Stadt Hannover insgesamt!