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Hier drohen ab Ende Juni lange Staus

Großbaustellen in Hannover Hier drohen ab Ende Juni lange Staus

Gleich vier Stadtbahn-Großbaustellen in Hannover sorgen von Ende Juni an für Staus und Wartezeiten. Es kommt teilweise erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr. Betroffen ist unter anderem der Ausbau der D-Linie in der Kurt-Schumacher-Straße. Hier sollten Sie mehr Zeit einplanen.

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Die Baustelle in der Kurt-Schumacher-Straße.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die Sommerferien rücken näher – und mit ihnen drohen den Verkehrsteilnehmern in Hannover neue Großbaustellen. Es kommt zu Vollsperrungen für Autos und für den Stadtbahnverkehr und dadurch zu teilweise erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr. Betroffen ist unter anderem der Ausbau der D-Linie in der Kurt-Schumacher-Straße, der erst im April für Schlagzeilen sorgte, weil bekannt wurde, dass die Haltestelle Hauptbahnhof/Rosenstraße erst ein halbes Jahr später fertig wird als geplant.

Derzeit sei man „voll im Zeitplan“ und werde vermutlich Anfang August die komplette Straßenseite an der Ernst-August-Galerie fertig haben, sagte Infra-Geschäftsführer Stefan Harcke gestern. In den Sommerferien werde es aber noch einmal „richtig eng“. Und: Nicht nur in der Kurt-Schumacher-Straße kommt es in den Ferien zu Engpässen im Verkehr. Auch in Kirchrode im Bereich der Tiergartenstraße, rund um die Legionsbrücke und rund um den Lindener Markt verschärft sich die Situation noch einmal. Grund der gehäuften Großbaustellen sei, dass die Straßenverkehrsbehörde besonders aufwendige Baumaßnahmen nicht außerhalb der Sommerferien zulasse, hieß es. In dieser Zeit müsse man eben nur mit der Hälfte des sonst üblichen Verkehrsaufkommens rechnen.

Das sind die größten Baustellen:

Ausbau der D-Linie: Die Kurt-Schumacher-Straße ist derzeit vom Hauptbahnhof bis zur Herschelstraße Richtung stadtauswärts gesperrt. Wegen Gleisbauarbeiten, dem Rohbau des Hochbahnsteiges und Straßenbauarbeiten auf der Südseite der Kurt-Schumacher-Straße, wird dieser Straßenabschnitt vom Beginn der Sommerferien bis etwa Mitte November in beiden Richtungen gesperrt sein. „Die Parkhäuser im Umfeld werden aber immer erreichbar bleiben“, verspricht Baustellenkoordinator Jürgen Wendt. Während der Sommerferien müssen auch die Stadtbahnlinien 10 und 17 vom Goetheplatz bis zum Aegidientorplatz umgeleitet werden.

Kirchrode: In Kirchrode ist die Strecke zwischen der Mardalstraße (auf der Höhe der Shelltankstelle) und der Straße Großer Hillen derzeit schon stadtauswärts Richtung Anderten gesperrt. Weil die zum Teil 30 Jahre alten Gleise dort runderneuert werden müssen, kommt es vom 20. Juni bis voraussichtlich Anfang September zwischen der Mardalstraße und der Lange-Hop-Straße zu einer Vollsperrung für den Autoverkehr. Für die Anlieger wird stadtauswärts eine Einbahnstraße eingerichtet, die Zu- und Ausfahrten ihrer Grundstücke können sie ebenfalls erreichen. Die Stadtbahn fährt in diesem Bereich zwischen dem 19. und dem 30. Juli nicht. Zwischen der Haltestelle Nackenberg und dem Endpunkt Anderten wird dann ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Lindener Marktplatz: Die Erneuerung der Gleisanlagen ist auch der Grund für eine Großbaustelle rund um den Lindener Marktplatz. Betroffen ist die Egestorffstraße in der Zeit vom 23. Juni bis zum 3. August. In dieser Zeit ist der gesamte Bereich von der Falkenstraße bis zur Schwalenberger Straße für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Lediglich die Gehwege können genutzt werden. Vom 8. bis 10. Juli fährt auch die Stadtbahn nicht. Ein Ersatzverkehr von der Haltestelle Schwarzer Bär Richtung Empelde wird eingerichtet.

Legionsbrücke: Schon jetzt ist die Legionsbrücke wegen Gleisarbeiten zumindest zeitweilig stadtein- und stadtauswärts nur einspurig befahrbar. Die Überfahrt in die Roesebeckstraße wird vom 23. Juni an bis voraussichtlich Anfang August für den Autoverkehr gesperrt. Dazu gibt es zwei Sperrpausen für die Stadtbahn. In der Zeit vom 24. bis 28. Juni werden die Linien 3 und 7 über die Haltestelle Schwarzer Bär umgeleitet. In der zweiten Sperrpause für Stadtbahnen vom 16. bis 18. Juli gibt es einen Schienenersatzverkehr für die Linien 3, 7 und 17 von der Haltestelle Waterloo bis zum Endpunkt Wettbergen.     

Starke Verspätungen bei Linienbussen

Wegen mehrerer Baustellen in der Innenstadt kommt es seit Wochen auch zu teils erheblichen Verspätungen im Linienbusverkehr. Sowohl die Üstra als auch die Regiobus registrieren auf ihren Linien starke Verzögerungen. Ironischerweise merken Kunden, die an Haltestellen stehen, manchmal gar nichts davon, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek: „Die Verspätungen sind teils so stark, dass der erwartete Bus eigentlich der aus dem vorigen Umlauf ist.“ Ärgerlich seien die Verspätungen dann aber für die Fahrgäste im Bus: „15 bis 20 Minuten Verspätung sind derzeit im Stadtgebiet überhaupt keine Seltenheit, vor allem wenn noch Unfälle hinzukommen.“

Die Üstra-Ringlinie 100/200 ist an mehreren Stellen stark betroffen. So zwingt etwa die Sperrung auf der Goethestraße die Busse auf die oft verstopfte Königsworther Straße, wo es keine Ampelvorrangschaltungen gibt. Und die Dauerbaustelle am Sprengel-Museum, wo die Stadtentwässerung einen neuen Regenwasserkanal baut, führt zu langen Staus in der Willy-Brandt-Allee.
Die Regiobus-Linien, die den ZOB anfahren, leiden unter der Infra-Baustelle in der Unterführung westlich vom Hauptbahnhof („Posttunnel“). Wegen der Umwege kommt es zu teils erheblichen Verspätungen.  med

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