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Aus der Stadt Hier ist Continental in Hannover zu finden
Hannover Aus der Stadt Hier ist Continental in Hannover zu finden
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00:28 27.11.2015
Von Bernd Haase
Das Continental-Werk in Stöcken. Quelle: Peter Steffen/dpa
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Hannover

Continental baut in Hannover eine neue Konzernzentrale. An diesen Orten ist der Konzern in der Stadt bisher zu finden.

Werk Vahrenwald: Hier hat alles angefangen, es war die erste Produktionsstätte. Heute gehört das Werk an der Vahrenwalder Straße zur Tochter Conti-Tech und produziert vor allem Luftfedersysteme und Antriebsriemen für Kraftfahrzeuge. Gleich nebenan liegen die derzeitige und eine der früheren Konzernzentralen, das heutige Technologie Centrum Hannover.

Werk Stöcken: Im Dreieck zwischen Mittellandkanal und Westschnellweg befindet sich die größte Produktionsstätte der Conti in der niedersächsischen Landeshauptstadt, für die 1938 der Grundstein gelegt wurde. Im Herbst 2007 gibt es einen Einschnitt. Weil andere Standorte vor allem in Osteuropa billiger produzieren können, kündigt die Konzernspitze um den damaligen Chef Manfred Wennemer das Ende der Reifenproduktion an. In den folgenden drei Jahren werden erst die PKW- und dann die LKW-Sparte geschlossen. 2013 dann ging es in die Gegenrichtung: Conti lässt in Stöcken seitdem Reifen für Lastwagen runderneuern. Außerdem arbeiten dort die Fabrikplanung, die weltweite Reifenentwicklung und die hauseigene Maschinenfabrik.

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Continental ist an mehreren Orten in Hannover präsent. Auch wenn längst nicht mehr überall produziert wird.

Werk Vinnhorst: 1993 übernahm die Conti Kunststofffolienspezialisten Benecke-Kaliko in Vinnhorst. Das Traditionsunternehmen, dessen Wurzeln in Form der "königlich privilegierten Wachstuchmacherey" bis ins Jahr 1718 zurückreichen und das damit Deutschlands ältestes Unternehmen in der Kunststoffverarbeitung ist, fertigt für die Automobilindustrie Cockpits, Verkleidungen, Sitzbezüge und Sonnenblenden. Der Marktanteil in Europa liegt angeblich bei 60 Prozent.

Büttnerstraße: Der zweite Firmenstandort in Vahrenwald ist der kleinste im hannoverschen Quartett. Hier arbeiten ebenfalls Verwaltungsmitarbeiter.

Zwei weitere Orte in Hannover sind ebenfalls stark mit der Firmengeschichte der Conti verknüpft. Zum einen ist das das frühere Werksgelände zwischen Stichkanal und Leine-Verbindungskanal in Limmer. Es wurde von der Excelsior gegründet, die wiederum 1927 durch Fusion zur Conti kam. Dort wurden neben Reifen in der Nachkrieszeit auch hygienisch-medizinische Artikel sowie später Bodenbeläge produziert. 1999 legte der Konzern die Anlagen still. Inzwischen ist das Gelände weitgehend geräumt und wird bald unter dem Namen "Wasserstadt Limmer" zu einem der größten Neubaugebiete Hannovers. Bekannt ist auch die Seligmann-Villa in der Hohenzollernstraße. Das Gebäude im Jugendstil wurde in den Jahren von 1903 bis 1906 für den ersten Generaldirektor der Conti, Siegmund Seligmann, als Wohnhaus gebaut. Von 1992 an beherberte sie ein Institut der Musikhochschule. 2006 erwarb die nach Seligmann benannte Stiftung das Gebäude und ließ es umbauen. Seit 2008 ist dort das europäische Zentrum für jüdische Musik untergebracht.

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