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Hier kann man sich kostenlos mit Trinkwasser versorgen

Refill-Initiative in Hannover Hier kann man sich kostenlos mit Trinkwasser versorgen

Einfach Nachfüllen statt kaufen: Das erfolgreiche Refill-Projekt für Trinkwasser ist in Hannover angekommen. Das Projekt soll dazu beitragen, dass weniger Plastikflaschen nach einmaligem Gebrauch im Müll oder im Straßenraum landen. Weitere Interessierte werden gesucht.  An diesen Orten erhalten Sie bereits Trinkwasser. 

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„Passt zu Hannover“: Merlin Schwenke de Wall tankt nach.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die aus England stammende sogenannte Refill-Initiative, bei der sich Durstige in mitgebrachten Flaschen kostenlos Trinkwasser abfüllen können, hat nun auch Hannvoer erreicht. Verantwortlich dafür ist der Student Merlin Schwenke de Wall. „Ich bin im Internet auf die Initiative gestoßen und war sofort überzeugt, dass das auch zu Hannover passen würde“, sagt der 24-Jährige.

Refill wurde vor zwei Jahren in Hannovers Partnerstadt Bristol ins Leben gerufen und hat sich seitdem vor allem dank der sozialen Medien schnell verbreitet. Das Projekt soll dazu beitragen, dass weniger Plastikflaschen nach einmaligem Gebrauch im Müll oder im Straßenraum landen. Anfang des Jahres hat die Hamburgerin Stephanie Wiermann Refill in die Hansestadt importiert. Nun folgt Hannover.

Der Ansatz von Refill ist simpel. Anlaufstationen - es können beispielsweise Cafés, Restaurants, Geschäfte, Behördengebäude oder auch Zapfstellen im Straßenraum sein, die Trinkwasserqualität haben - signalisieren durch einen blauen Aufkleber mit einem stilisierten Wassertropfen und dem Schriftzug „Kostenfrei Trinkwasser“, dass man bei ihnen Flaschen mit Leitungswasser auffüllen darf. Das machen manche ohnehin beispielsweise in Sanitärräumen von Gastrobetrieben. Refill setzt aber darüber hinaus auf Werbeeffekte und will außerdem garantieren, dass das Leitungswasser an einer Zapfstelle auch wirklich sauber ist.

Anlaufstation werden

Hier erfahren Interessierte, wie sie mitmachen können.

Schwenke de Wall hat in Hannover vor einer Woche angefangen. „Es haben sich bereits rund zwei Dutzend Stationen angeschlossen“, berichtet er. Eine der ersten war der Loseladen in der Südstadt, der generell Lebensmittel ohne Verpackung verkauft. Auch die Stadtwerke machen mit. „Die Refill-Idee passt sehr gut zu unserem Serviceangebot“, erklärt Sprecher Carlo Kallen. Trinkwasser zum Nachfüllen gibt es bereits im Kundencenter in der Ständehausstraße, am Brunnen neben dem Schiller-Denkmal, auf dem August-Holweg-Platz in Ricklingen und am Thie in der Kronsbergsiedlung.

Refill organisiert sich über das Internet. Auf der Seite www.refill-hannover.de stehen nicht nur eine interaktive Stadtkarte mit allen bislang angemeldeten Stationen, sondern auch Informationen darüber, wie man sich dem Projekt anschließen und selbst Anbieter werden kann.

Außer Plastikflaschen bereiten Einwegbecher für eilige Kaffeetrinker der Stadtreinigung große Probleme. Weil das so ist, geht demnächst in Hannover auch der auf einem Pfandsystem basierende Mehrwegbecher „Hannoccino“ an den Start. Er wird beim Heimspiel des Bundesligisten Hannover 96 gegen Schalke 04 am 27. August erstmals in größerem Umfang angeboten.

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