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Hier wohnen die EM-Teilnehmer in der Region

Ausländische Fans in der Region Hannover Hier wohnen die EM-Teilnehmer in der Region

In den 20 Städten und Gemeinden rund um Hannover wohnen Menschen aus allen Ländern, die noch bei der EM vertreten sind. Allerdings stehen im Viertelfinale 568 230 Deutschen nur 3850 Italiener gegenüber. Eine Übersicht.

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Auf den sportlichen Höhenflug folgte die Ernüchterung: Mehr als 10 000 Polen leben in der Region. Sie feuerten ihr Team – wie hier eine Gruppe im Waterloo-Biergarten – enthusiastisch an. Nun müssen sie das Viertelfinal-Aus gegen Portugal verarbeiten.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Welche Nation die Fußball-Europameisterschaft auch gewinnt - ihre Landsleute werden auch in der Region jubeln können. Denn in den 20 Städten und Gemeinden rund um Hannover wohnen Menschen aus allen Ländern, die noch im Turnier vertreten sind - sagt das Team Statistik der Region.

Beim heutigen Aufeinandertreffen der deutschen und der italienischen Nationalmannschaft sind die 568 230 Deutschen in der Region logischerweise deutlich in der Überzahl. Ihnen stehen 3850 Menschen mit italienischer Staatsbürgerschaft gegenüber. Einem Großteil könnte es dabei schwerfallen, nur eine Mannschaft anzufeuern: Immerhin haben 1195 jeweils einen italienischen und einen deutschen Pass. Die meisten Italiener haben ihren Lebensmittelpunkt in Burgdorf (499).

Viele ausländische Regionsbewohner haben am Donnerstag bereits das Ausscheiden ihrer Nationalmannschaft gegen Portugal verarbeiten müssen: 10 166 Polen leben in den Städten und Gemeinden rund um Hannover - davon die meisten in Garbsen (3898). Sie sind dort mit 6,2 Prozent die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe nach ihren türkischen Mitbürgern. Die Freude bei den 410 Portugiesen in der Region wird hingegen groß gewesen sein.

Und während die französische Nationalmannschaft im eigenen Land nach dem Titel strebt, hat auch sie mit 737 Landsleuten einen starken Rückhalt in der Region. 75 von ihnen leben in Garbsen, den größten Anteil an der Gesamtbevölkerung ihrer Kommune haben jedoch die 33 Franzosen in Pattensen (0,22 Prozent). Das sind noch immer mehr, als Gegner Island vorweisen kann: Immerhin 25 Menschen aus dem Inselstaat haben derzeit in den umliegenden Städten und Gemeinden ihren Erstwohnsitz - die meisten von ihnen in Burgdorf (5). Eine schlechte Quote ist das im Vergleich zu anderen Ländern nicht, bedenkt man, dass allein im Umland Hannovers etwa doppelt so viele Menschen leben wie in Island. Nimmt man das Stadtgebiet noch hinzu, wohnen mit 1,2 Millionen viermal so viele Menschen in Hannover wie im Land der Überraschungsnation dieser EM.

Wie viele Waliser in den Regionskommunen beheimatet sind, ist laut Team Statistik schwer zu ermitteln. Denn sie sind als Staatsbürger des Vereinten Königreichs gemeldet, zu dem auch Wales gehört. Die Region schätzt jedoch, dass etwa 70 Waliser im hannoverschen Umland den Weg ihrer Nationalmannschaft ins Viertelfinale verfolgt haben. Aus dem Land von Gegner Belgien sind 145 Menschen im Umland ansässig. Ihre Hochburg ist mit 18 belgischen Bürgern die Wedemark.

Nils Oehlschläger

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