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Hildesheimer Straße wird zum Nadelöhr

Südschnellwegbrücke Hildesheimer Straße wird zum Nadelöhr

Mit Beginn der Sommerferien müssen sich Autofahrer mit Bauarbeiten und daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen an der Hildesheimer Straße arrangieren. Um die Stabilisierung der Südschnellwegbrücke voranzutreiben, sollen sechs Wochen lang jeweils zwei Spuren in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.

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Ab Ferienstart werden Spuren gesperrt: Hildesheimer Straße unter der Brücke des Südschnellwegs.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Noch bis 2023 muss die marode Südschnellwegbrücke über der Hildesheimer Straße provisorisch erhalten bleiben. Seit Monaten laufen Arbeiten zur Stabilisierung - bisher vor allem am Rand. Mit Beginn der Schulferien sollen die aufwendigen Verstärkervorrichtungen auch im Mittelteil vorbereitet werden. Sechs Wochen lang werden dann je Fahrtrichtung auf der Hildesheimer Straße zwei Spuren gesperrt sein, damit Baugerüste auf der Kreuzung installiert werden können. Betroffen ist immer eine Geradeaus- und eine Linksabbiegespur.

Das Bauwerk aus den Fünfzigerjahren kann die immer weiter steigenden Verkehrslasten kaum noch tragen. Seit 2014 sind die äußeren Spuren auf der Brücke gesperrt. Weil ein Ersatzbau - aller Voraussicht nach ein Tunnelbauwerk für einen dreistelligen Millionenbetrag - erst ab 2023 baureif sein wird, wird jetzt an einer Versteifung gearbeitet, damit die Brücke verkehrstüchtig bleibt. Ingenieure haben einen Weg gefunden, wie mit hoher Kraft außen am Brückenkörper Stahlglieder so stark vorgespannt werden können, dass das Bauwerk wieder eine bessere Festigkeit bekommt. Seit Monaten werden dafür im Randbereich eindrucksvolle Vorarbeiten ausgeführt. Nun ist der Mittelteil an der Reihe.

Vom nächsten Donnerstag an dürfte es für den Verkehr auf der Hildesheimer Straße daher eng werden. Die städtischen Baustellenkoordinatoren terminieren derartige Verkehrshemmnisse gerne in die Sommerferien, weil dann deutlich weniger Autofahrer auf den Straßen unterwegs sind. Stadtsprecher Alexis Demos betont, dass trotz der Arbeiten immer alle Fahrtrichtungen nutzbar bleiben werden, dass aber eben nur halb so viele Spuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.

Planungsdialog in der Brücke: Das Land, dem die Brücke gehört, testet bei dem Projekt erstmals eine intensive Bürgerbeteiligung. 30 Teilnehmer des Planungsdialogs Südschnellweg haben sich bei einem Ortstermin vom Fortschritt der Arbeit überzeugt. Unter anderem gab es eine Fachleuteführung im Inneren der Brücke, und man hat sich die Lärmbelastung in den Seitenstraßen angehört. Die Vorbereitung bis zum Ersatzbau 2023 dauern auch deshalb so lange, weil ein formelles Planfeststellungsverfahren nötig ist, bei dem heutige Lärmschutzwerte eingehalten werden müssen - mit der bisherigen Brücke undenkbar.

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