Denn oft scheitert ein notwendiger Klinikaufenthalt gerade für Alleinerziehende an den Anforderungen der Kinderbetreuung. Viele Betroffene, die unter anderem an Depressionen leiden, könnten professionelle Hilfen in kritischen Lebensphasen häufig nicht in Anspruch nehmen oder brächen den Klinikaufenthalt vorzeitig wieder ab, um die Betreuung des Kindes wieder selbst übernehmen zu können.
„Ein stabiles Umfeld ist eine wichtige Voraussetzung zur psychischen Genesung“, sagte Chefarzt Wolfgang Becker. Im Kinderhaus Regenbogen mit insgesamt sechs Plätzen finden die Kinder ein zweites Zuhause in familiärer Atmosphäre. Die Kinder werden von den Mitarbeitern zur Schule und zu weiteren wichtigen Terminen gefahren. Mutter und Kind haben überdies täglich Kontakt.
Die Kosten für die Unterbringung der Kinder zahlen die Krankenkassen oder Rentenversicherungsträger. „Wir bieten dem Kind und der Mutter Schutz und Sicherheit in Notsituationen“, sagt Ursula Bochmann, Leiterin des Kinderhauses. Das Haus steht allen Familien in der Region offen, in denen ein Elternteil ins Krankenhaus, zur Kur oder in die Reha muss – sofern ein Platz zur Verfügung steht. „Die Zusammenarbeit mit dem Kinderhaus hat sich in der Vergangenheit bewährt“, sagt Klinikum-Geschäftsführer Rainer Brase. „Mit dem Kooperationsvertrag schaffen wir nun ein festes Fundament.“
HAZ.de Anmeldung