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Aus der Stadt Hindus feiern ihren neuen Turm am Tempel
Hannover Aus der Stadt Hindus feiern ihren neuen Turm am Tempel
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00:17 08.07.2017
Von Susanna Bauch
Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Noch ist der durch Spenden der Mitglieder finanzierte Aufbau in Gelb gehalten - schon bald soll der Turm farbenfroh verziert werden.

Der Hindutempel Sri Muthumariamman in Badenstedt bekommt einen neuen Turm.

„Zwei Jahre wurde hier gebaut“, sagt die Hinduistin Rajiny Kumaraiah, die ehrenamtlich für den Kulturverein arbeitet und immer wieder Besucher durch die Tempelanlage führt. Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten in Badenstedt noch nicht - das Turmgerüst muss noch abgebaut werden, auch eine Glocke ist im Obergeschoss noch nicht untergebracht. Für die Einweihung ist extra ein Priester aus Indien angereist. Mit vier Kollegen aus der Region Hannover kletterte er bis zur Spitze, um das Bauwerk mit fünf Eimern Wasser willkommen zu heißen.

Rund 50 Mitglieder des tamilischen Kulturvereins sind gekommen, um das Fest mit Musik, Blumen und frischen Früchten zu begleiten. Auch Oberbürgermeister Stefan Schostok hat die Einladung angenommen und der Zeremonie im Tempelinnern mit Präsent und ohne Schuhe beigewohnt - ganz privat. Bis zum diesjährigen Tempelfest vom 21. bis 30. Juli sollen die Baugerüste verschwunden sein. „Für Wagenprozession, musikalische Andacht und Bade-Fest muss alles fertig sein“, sagt Kumaraiah.

Mit dem Turm ist jetzt auch von Weitem erkennbar, dass sich mitten im Badenstedter Gewerbegebiet etwas Besonderes abspielt. Vor sieben Jahren hatte die Gemeinde zunächst für rund 300 000 Euro die flache, weiß gestrichene Halle gebaut - sie gilt seitdem als größter Hindutempel in Norddeutschland. Vor drei Jahren hat die Gemeinde mit Sivasri Saravana Sivachchariyar einen hauptamtlichen Priester bekommen, der sich um die Götterfiguren und die Gottesdienste im Tempel kümmert. Rund 300 hinduistische Familien leben in der Region Hannover, sie stammen vor allem aus Indien und Sri Lanka. Viele von ihnen helfen ehrenamtlich mit, den Tempel in Badenstedt zu erhalten - beim Reinemachen, bei Reparaturen und eben mit Spenden für einen Tempelturm.

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