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Hinüberscher Garten feiert 250-Jähriges

Marienwerder Hinüberscher Garten feiert 250-Jähriges

Der Hinübersche Garten in Marienwerder ist einer von Deutschlands ältesten Landschaftsgärten im englischen Stil - jetzt wird er 250 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird am Sonnabend von 13.45 bis 17.30 Uhr mit einem Fest, Musik und Tanz gefeiert. Auch Führungen von kundigen Experten gibt es.

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Mit der neuen Installation „Humanität“ wollen Nadine Köpper (links) und Claudia Wollkopf auf die Freimaurer-Einflüsse im Hinüberschen Garten hinweisen.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. 1767 hat Jobst Anton von Hinüber den Park in Marienwerder anlegen lassen. Seit 1987 steht er unter Denkmalschutz. „Seitdem haben wir den Teich entschlammt, die Insel neu bepflanzt und trotz aller Modernisierungsmaßnahmen versucht, die ursprüngliche Struktur weitgehend unverändert zu lassen“, sagt Claudia Wollkopf, Sachgebietsleiterin Umwelt und Stadtgrün, die gemeinsam mit ihrem Team das Fest organisiert hat.

Im Gegensatz zu den geomettrisch strengen und zugleich protzigen Barockgärten konnte sich die Natur im englischen Garten weitgehend frei entfalten. „Das natürliche und die Landwirtschaft wurden in die Parkanlagen integriert“, sagt Wollkopf. Im Vorfeld des Jubiläums hat die Stadt zudem zahlreiche neue Schilder aufgestellt, die über die Historie der rund 20 Hektar großen Anlage informieren.

„Hinüber hat den Garten als Rundgang angelegt, der das Leben eines Freimaurers vom Lehrling bis zum Meister darstellen soll“, sagt Wollkopf. Dieser Initiationsweg ist auch heute noch begehbar. „Besucher werden auf die Säulen der Humanität, nämlich Toleranz, Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit, hingewiesen“, sagt Wollkopf - durch Kunstwerke oder Tafeln mit Sinnsprüchen. „Wir finden das gerade in der heutigen Zeit wichtig.“ Aber natürlich könne man auch einfach nur die Natur genießen. „Mittlerweile leben hier nicht nur zahlreiche Vogelarten. Auch Fledermäuse, Rehe und Biber haben sich im Park angesiedelt.“

Das heutige Fest, beginnt um 13.45 Uhr mit einem Konzert des Duos FLEURdeON, das klassische Stücke aus der Zeit von 1760 bis 1800 spielt. Nach Grußworten, unter anderem von Oberbürgermeister Stefan Schostok und dem Ersten Regionsrat Axel Priebs, zeigt der Bewegungschor der Staatsoper eine kurze Ballettinszenierung. „Blauschäfer Rainer Bonk bringt seine Schafe mit und informiert über seinen Beruf“, sagt Wollkopf. Außerdem werden Führungen angeboten: Der Hörspaziergang startet um 14.40 und 17 Uhr. Um 15 und 16.15 Uhr bieten Daniel Reich und Siegfried Schildmacher, Stuhlmeister der Freimaurerloge „Friedrich zum Weißen Pferd“, Führungen zur Entstehung des Gartens und zu den Einflüssen der Freimaurer auf die Gestaltung der Anlage an. Zum Ausklang spielt Trompeter Bernd-Uwe Rams Fanfare am Hexenturm.

Von Lisa Malecha

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