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Museum sucht Paten für seine Schätze

Historischen Museums Museum sucht Paten für seine Schätze

Gemälde, Möbel und Plakate: Bürger können durch eine Aktion des Historischen Museums zu Sponsoren für einzelne Exponate werden. Auf einer Internetseite präsentiert das Museum seine ausgewählten Schätze.

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„Jeder kann sich ein Stück Geschichte aneignen“: Museumsdirektor Schwark und Rosenmarie Elisabeth Wallbrecht vom Freundeskreis des Hauses.

Quelle: Villegas

Hannover. Das rotbraune Klapprad der Marke Escorte sieht eher bescheiden aus. So ein Klapprad ist ja das Gänseblümchen unter den Verkehrsmitteln. Doch an diesem hängt ein Stück Geschichte: Im November 1973, beim autofreien Sonntag, fuhr Herbert Schmalstieg persönlich auf diesem Rad durch Hannover.

Das geschichtsträchtige Rad ist eines von zunächst 66 Objekten aus dem Fundus des Historischen Museums, für die Bürger jetzt eine Patenschaft übernehmen können. „Das Projekt ist in dieser Art bundesweit einzigartig“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark.

100 Euro für einen Nachttopf

Auf der jetzt freigeschalteten Internetseite www.ein-stück-hannover.de präsentiert das Museum seine ausgewählten Schätze: Für 100 Euro können Interessenten die Patenschaft für ein Plakat von Niki de Saint Phalle übernehmen. Oder für einen original Nachttopf, frühes 20. Jahrhundert. Die Patenschaft für Schmalstiegs Klapprad oder eine Puppenstube aus den Dreißigerjahren kostet 200 Euro. Und wer Pate jener Totenkrone werden möchte, die 1878 den Sarg von Georg V. zierte, muss 2000 Euro bezahlen.

„Jedes Exponat ist ein Kristallisationspunkt hannoverscher Geschichte“, sagt Rosenmarie Elisabeth Wallbrecht vom Freundeskreis des Museums, der die Aktion unterstützt. Derzeit wird die Dauerausstellung des Museums für 2,8 Millionen Euro aufwendig umgebaut. Durch dieses sogenannte Crowdfunding-Projekt sollen rund 50 000 Euro zusammenkommen. „Die Stücke werden mit dem Geld teils restauriert und vom Oktober 2019 an in der umgestalteten Dauerausstellung zu sehen sein“, sagt Museumsdirektor Schwark.

Die Paten der Möbel, Gemälde und Gewänder erhalten eine Spendenquittung. Ihre Namen werden auf Wunsch in der Ausstellung genannt. Außerdem bekommen sie für ein Jahr die Mitgliedschaft im Freundeskreis des Museums sowie Freikarten für das Haus. Und sie dürfen an Führungen hinter die Kulissen und über die Baustelle teilnehmen. Vor drei Jahren konnten Bürger symbolisch Stufen des restaurierten Beginenturms erwerben. Damals waren gut 30 000 Euro zusammengekommen.

Bei den Patenschaften für Exponate gehe es aber nicht nur ums Geld, sagt Rosenmarie Elisabeth Wallbrecht: „Dabei hat jeder Gelegenheit, sich ein Stück Geschichte anzueignen.“ Die Deutsche Messe AG hat davon schon Gebrauch gemacht: Sie übernahm die Patenschaft für die handbetriebene Waschkugel „Waschblitz“. Im Jahr 1955 war das Stück auf der Hannover Messe angeboten worden.

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