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Aus der Stadt Historisches Pumpwerk soll 2017 wieder laufen
Hannover Aus der Stadt Historisches Pumpwerk soll 2017 wieder laufen
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22:51 13.08.2015
Von Bärbel Hilbig
Schaurige Fundstücke: Ronald Clark zeigt Gasmaske und Armprothese, die Arbeiter im Schlamm entdeckten.  Quelle: Dröse
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Hannover

Es war ein Schock für die Arbeiter an der Wasserkunst, als plötzlich eine Hand aus dem Schlamm ragte. Das ledrige Etwas entpuppte sich zur allgemeinen Erleichterung aber schnell als alte Armprothese aus Gummi. „Von dem ehemaligen Träger der Prothese haben wir nichts gefunden“, scherzt Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. Auch sonst gab es bei den ersten Schritten zur Sanierung der historischen Pumpanlage, die einst die große Fontäne in den Herrenhäuser Gärten speiste, bisher keine bösen Überraschungen. Nach zweijähriger Voruntersuchung haben im Juni die umfangreichen Arbeiten begonnen. Sie sollen nach rund acht Jahren Sperrung den Bestand des Technikdenkmals sichern.

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Die historische Wasserkunst in Herrenhausen, eines der europaweit bedeutendsten Technikdenkmäler, wird saniert. Derzeit werden die Schaufeln und Schützwände der zwei hölzernen Wasserräder mit einem Durchmesser von 8,47 Meter abgebaut.

 „Wir hatten befürchtet, dass die hintere Wand stark beschädigt ist. Gott sei Dank ist sie nur sanierungsbedürftig“, berichtet Clark. Auf jeden Fall bleibt bis zur geplanten Wiedereröffnung im Frühjahr 2017 viel zu tun. Die Arbeiter haben gerade die hölzernen Schaufeln der beiden großen Wasserräder im Gebäude entfernt. Sie werden wie die Balken der exakt 8,47 Meter hohen Räder repariert oder ersetzt. Die gesamte Wehranlage gründet auf senkrecht in den Schlamm gerammten Eichenpfählen, auf denen Ziegel ruhen, die an den Durchflussstellen unterhalb der Wasserräder wiederum mit Holzbalken bedeckt sind. „Sie sollen verhindern, dass das Fundament unterspült wird, manche sind aber einfach weggeschmirgelt“, erläutert Clark. Außerhalb des Gebäudes wird es für die Denkmalschützer besonders interessant: Die Wehranlage dort gehört mit ihren Pumpenräumen zum Teil noch zur ursprünglichen Anlage von 1720. Die Quader werden von Schlamm und Schutt im Inneren befreit. „Wir wollen die Wehranlage aufmessen und dokumentieren, um sie danach zu stabilisieren“, erklärt Architekt Lutz Janßen.

Die Fassade wird in ihren historischen Zustand mit Ziegel und Naturstein versetzt. Nach Abschluss der rund 3,5 Millionen Euro teuren Sanierung soll das Pumpwerk wieder laufen – auch für Besucher, die dann in einer Ausstellung mehr über die Wasserkunst erfahren.

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