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Lounge-Kino entsteht in historischer Schalterhalle

Hochhaus-Kino zieht ins Erdgeschoss Lounge-Kino entsteht in historischer Schalterhalle

Die Kuppel des Anzeiger-Hochhauses wird aufwendig und liebevoll saniert- während der Arbeiten zieht das Hochhaus-Kino vorübergehend in die Schalterhalle im Erdgeschoss. Das Programm startet bereits Ende November.

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Filmkunst in edlem Umfeld: Die historische Schalterhalle des Anzeiger-Hochhauses wird auf Zeit zum neuen Hochhaus-Kino. 

Quelle: Archiv

Hannover. Nächsten Montag flimmert um 20.15 Uhr Dieter Hallervordens „Ostfriesisch für Anfänger“ über die Leinwand von Deutschlands höchstem Kino. Das, was danach beginnt, nennt man beim Theater Umbaupause – die allerdings wird bei den Hochhaus-Lichtspielen bis 2018 dauern. Doch es gibt spektakulären Ersatz: Gemeinsam mit der Madsack Mediengruppe habe man „eine Lösung gefunden, wie man die erforderliche Restaurierung des Kinosaals und die Fortsetzung des Kinobetriebes vereinbaren kann“, lobt Hans-Joachim Flebbe. Er betreibt das Kuppelkino schon seit 1982, seit 2010 gemeinsam mit Torben Scheller von den Raschplatz-Kinos.

Kuppel des Anzeiger-Hochhauses wird restauriert

Es zählt zu den Wahrzeichen Hannovers: das Anzeiger-Hochhauses im Herzen der Stadt. Die Kuppel ist in die Jahre gekommen - jetzt wird sie nach 88 Jahren aufwendig saniert. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Hans-Joachim Flebbe, Kinobetreiber: "In der Schalterhalle wird für mindestens anderthalb Jahre ein außergewöhnliches Kino eingerichtet, das dem Publikum ein komfortables Kinoerlebnis ermöglicht."

Quelle: HAZ

Decke des Lichtspielsaals muss demontiert werden

Um die mächtige Kuppel des als Kinos genutzten alten Planetariums sanieren zu können, muss die Decke des Lichtspielsaals demontiert werden. Weil der Kinovertrag ohnehin auslief, nutzt Madsack die Gelegenheit zum Umbau. Vereinbart ist aber, dass später wieder Kinovorstellungen unter der Kuppel möglich sein sollen. „Das Bekenntnis der Madsack Mediengruppe zum Erhalt des Kinos nach dem Umbau zeigt, dass anspruchsvolle Kinounterhaltung und moderne Medienlandschaft zusammenpassen“, sagt Flebbe.

"Eine ganz besondere Atmosphäre"

Kinoeingang und -kasse bleiben trotz des jetzt anstehenden Umzugs am gewohnten Ort. Künftig allerdings entfällt das Erklimmen der bis zu 200 Stufen zum Kino (einige davon musste man ja trotz Aufzug immer nehmen, um oben anzukommen). In Absprache mit dem Denkmalschutz wurde eine alte Verbindungstür zwischen Kassenfoyer und der historischen Schalterhalle des Anzeiger-Hochhauses geöffnet, in dem bisher Veranstaltungen wie etwa die HAZ-Foren stattfanden. Dort gibt es künftig: Lichtspielkunst.

Ein Blick ins Hochhaus-Kino.

Quelle: HAZ

„Es wird alles etwas kleiner, aber eine ganz besondere Atmosphäre“, verspricht Mitbetreiber Scheller. Immerhin bis zu 80 Plätze werde das neue Kino fassen, die Leinwand wird statt bisheriger 36 Quadratmeter nun 28 Quadratmeter groß. Eingerichtet wird das neue Hochhaus-Kino als Lounge-Kino: Designmöbelhändler Uwe Klingenberg stellt die Sitzgelegenheiten aus seinem Sortiment zusammen – und wer Gefallen am Sitzkomfort findet, kann die Möbel anschließend bestellen. Ein „komfortables Kinoerlebnis“ kündigt Flebbe an. Er muss es wissen, er ist Betreiber von Edelkinos wie dem Astor. Läuft alles nach Plan, dann können sich Kinofans am 24. November bei „Florence Foster Jenkins“ mit Meryl Streep ein Bild von Hannovers neuem Lounge-Kino machen.

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