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Der besondere Blick

HsH-Ausstellung "Design hoch16" Der besondere Blick

Vom Knopf bis zum Möbelstück: Im Bredero-Hochhaus präsentieren Produktdesign-Studenten der Hochschule Hannover bei der Ausstellung "Design hoch16" ihre Arbeiten.

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Karina Stefan hat eine dreidimensionale Uhr entwickelt.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Die Uhr hat einen Knick. Richtig praktisch ist das nicht, denn die Zeit lässt sich nur mit etwas Geduld ablesen. Doch genau das hatte Karina Stefan im Sinn, als sie ihr ungewöhnliches Uhrgehäuse aus Formholz herstellte. „Mit ist es wichtig, dass der Betrachter innehält und sich Zeit nimmt, wenn er nach der Uhrzeit schaut“, erklärt die Produktdesign-Studentin der Hochschule Hannover (HsH).

Ungewöhnlich ist fast alles, was Stefan und ihre Mitstudenten seit gestern mit Blick über Hannover im 16. Stock des Bredero-Hochhauses zeigen. In der Ausstellung „Design hoch16“ sind Dinge zu sehen, die es noch in keinem Laden zu kaufen gibt. Wie der Brotkorb von Joanna Sabisch (unten), der an eine Nautilusmuschel oder die Oper in Sydney erinnert. Er lässt sich wie ein Fächer aufschieben. Leander Thiel hat aus Blumenerde eine perfekte Kugel geformt, aus der jetzt Tagetes-Keimlinge sprießen. „Gärtner haben mir gesagt, das könne ich vergessen.“ Doch Leander mischte der Erde Gips bei. Wenn die „Erd-Kugel“ regelmäßig gegossen wird, ist sie Blickfang und Nährboden für Pflanzen.

Im Bredero-Hochhaus präsentieren Produktdesign-Studenten der Hochschule Hannover bei der Ausstellung "Design hoch16" ihre Arbeiten.

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Zum ersten Mal seit gut zehn Jahren präsentieren Produktdesign-Studenten und Absolventen der Fachhochschule ihre Arbeiten in einer großen Ausstellung. Patrick Frey, seit einem Jahr Professor für Produktgestaltung an der Hochschule Hannover, hat die Schau gemeinsam mit Studenten angeschoben. Eine Etage im Hochhaus, die bald saniert wird, haben die jungen Leuten mit viel Arbeit hergerichtet, Leitungen verlegt und gestrichen . „Der Ort ist genial. Hier sehen Besucher unsere Produkte und Hannover, die Stadt, in der wir studieren“, schwärmt Karina Stefan.

Die meisten Objekte haben die angehenden Produktdesigner im Studium entwickelt: Möbel, Taschen, Geschirr, Spielzeug, Medizintechnik. „Alles, was wir in die Hand nehmen, ist ja von Gestaltern entworfen. Wichtig ist, dass eine Innovation einfließt, damit ein Gegenstand besser funktioniert“, erläutert Frey, der selbst für bekannte Hersteller arbeitet. Er weist auf einen Knopf der Designerin Antonia Roth. Der ist gebogen und mit einer kleinen Spitze versehen, so lässt er sich auch mit zittrigen Händen leicht ins Knopfloch fädeln.

Zu sehen sind auch Gegenstände von Absolventen, die ihre Ideen längst erfolgreich vermarkten. So haben die Designer des Studios Ding3000 eine spezielle Silikon-Backform entworfen. Der Kuchen, der sich mit ihr herstellen lässt, hat von vorneherein schmale und breite, große und kleine Stücke. Für jeden etwas.

  • Die Ausstellung läuft im Bredero-Hochhaus (Hamburger Allee/Lister Meile) bis zum 22. November täglich von 10 bis 20 Uhr.
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