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Hochschule Hannover begrüßt Erstsemester

Studienbeginn Hochschule Hannover begrüßt Erstsemester

2000 Erstsemester starten an der Hochschule Hannover in ihr Studium. Die innovativen Studiengänge, wie Mediendesigninformatik oder Angewandte Mathematik, werden gut angenommen.

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Lauschen im Hörsaal: Erstsemester bei der Begrüßung im Design Center an der Expo-Plaza. 

Quelle: Behrens

Hannover. Die T-Shirts sind im eigenen Haus entworfen. Kein Wunder, wenn das Haus Design Center heißt. „Scout“ steht drauf, und wer es trägt, ist schon einen Schritt weiter als die rund 2000 jungen Frauen und Männer, die an diesem Montag ihr Studium an der Hochschule Hannover aufnehmen. An der größten der fünf Fakultäten, deren kreative Keimzelle das Design Center an der Expo-Plaza ist, sind es allein 645. Damit ist die Fakultät III für Medien, Information und Design jetzt die größte, sie deckt mit 2502 Studenten ziemlich genau ein Viertel der rund 10.000 Studenten der Hochschule Hannover ab.

Die Neuen werden an diesem Morgen begrüßt vom ebenfalls noch recht neuen Dekan Martin Scholz, der vor wenigen Wochen die Nachfolge von Wilfried Köpcke angetreten hat. Scholz setzt den Erstsemestern gleich ein paar Schlagwörter in den Kopf: „Mut“, „Eigenart“ und „Bildung“ stehen da unter anderem an der Leinwand, Letztere „ist bitte nicht zu verwechseln mit Ausbildung“. Bildung sei Selbstformung, „es heißt Arbeit an sich selber, und das ist das eigentliche Ziel – dass Sie am Ende eine Eigenart haben, ihren Standpunkt gefunden haben, keine Kopien sind.“

Die 2000 Studienanfänger, die aus rund 13.000 Bewerbungen ausgesucht wurden, verteilen sich auf 60 Studiengänge. Das allein stimmt den Hochschulpräsidenten schon hochzufrieden, aber Josef von Helden freut sich auch über „die sehr gute Annahme unserer neuen fakultätsübergreifenden Studiengänge Mediendesigninformatik und Angewandte Mathematik – auf Anhieb voll ausgelastet.“

Besonders vom Studiengang Mediendesigninformatik in Ricklingen geht dabei eine große Anziehungskraft aus – nicht nur, wie bei Informatikern die Regel, bei jungen Männern. Julia Peters aus Wennigsen und Luisa Pätzold aus Northeim gehören zu den Premierenstudenten. „Ich wusste, dass ich Informatik in Richtung Videospiele machen will, da findet man in Deutschland eigentlich nur Privatschulen, und das kann ich mir nicht leisten“, sagt die 18-jährige Pätzold. Beim Googeln ist sie dann auf das neue Angebot gestoßen. „Klang gut, habe ich versucht und wurde direkt genommen.“

Die Wennigserin Peters hat gegenüber ihrer Studienkollegin schon mal einen Vorteil: Sie kennt ihre Studienstadt schon. Den anderen helfen die Scouts, sich an der Hochschule und in Hannover zurechtzufinden. Wie die Drittsemester Sabrina Severin, Maren Weinberg und Tabea Mayenberger. Von Mensa bis Nachtleben. „Uns wurde 2014 geholfen, also helfen wir jetzt auch“, sagt die 23-jährige Severin, die wie ihre Kolleginnen Innenarchitektur studiert. Eine der ersten Aktionen für die Neuen: eine Kiosktour durch Linden.

Interview: „Neue Zielgruppen erschließen“

Nachgefragt bei Volker Ahlers, Studiendekan für Informatik an der Hochschule Hannover.

Ein neuer Studiengang für Mediendesigninformatik – warum?
Grundsätzlich wollten wir Gestalter und Programmierer zusammenbringen. Aus der Sicht der Informatik geht es aber auch darum, neue Zielgruppen zu erschließen und mehr weibliche Studierende anzusprechen, was geklappt hat.

Was lernen die beiden Seiten denn künftig dazu?
Die Informatik-Studierenden beschäftigen sich mit Gestaltung, zum Beispiel 3-D-Modellierung und Usability, das war bislang kein Studieninhalt. Die Mediendesign-Studierenden lernen grundsätzliche Vorgehensweisen der Informatik, etwa Software so zu konstruieren, dass sie in größeren Anwendungen vorankommen.

War der Studiengang überfällig?
Das kann man so sagen. Gerade in Hannover, wo es eine große Szene für Animationsfilme gibt und nach Aussage der Mediendesigner Leute gebraucht werden, die auch technisch gut sind.

Interview: Uwe Janssen

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