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Café mit Elektrofahrrad-Verleih eingerichtet

Hochschule Hannover Café mit Elektrofahrrad-Verleih eingerichtet

Einen Kaffee trinken und nebenbei ein Elektrorad buchen – das können Studenten neuerdings an der Hochschule Hannover (HsH). An ihrem Standort in der Bismarckstraße hat die Fachhochschule ein Café mit Elektrofahrrad-Verleih eingerichtet. Das Ausleihen ist gratis – nur ein Fragebogen wird ausgefüllt.

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Kaffee trinken und ein E-Rad buchen ist bei Dennis Saul im Pedelec-Café möglich.

Quelle: Behrens

Hannover. Studenten und Mitarbeiter können sich die sogenannten Pedelecs, die beim Treten zusätzlichen Schwung durch Elektroantrieb bekommen, zwei Wochen lang kostenlos ausleihen. Gegenleistung: Sie müssen einen Fragebogen ausfüllen. Durch den Verleih wollen Wissenschaftler der HsH anhand der gesammelten Daten Fragen zur E-Mobilität untersuchen, etwa zur Wirtschaftlichkeit von Verleihsystemen. Professor Lars Gusig und seine Kollegen sind mit diesen Fragestellungen bereits seit einer Weile beschäftigt. Die Fachhochschule hat gemeinsam mit Stadt, mit Medizinischer Hochschule Hannover und Verkehrsclub Deutschland (VCD) von 2013 bis Juni 2016 ein städtisches Elektrorad-Verleihsystem mit Stationen in der Innenstadt entwickelt und betrieben. Der Bund hatte das Projekt zur Elektromobilität mit 3 Millionen Euro für Räderkauf, Verleihsystem und Forschung finanziert.

Bei der kostenlosen E-Bike-Ausleihe für jedermann hatte die HsH bereits das Nutzerverhalten analysiert. Mit dem Pedelec-Café setzen Gusig und seine Kollegen ihre Forschung zu E-Rädern fort. Alle Räder sind mit GPS-Datentrackern ausgestattet, sodass die Wissenschaftler Verlauf, Streckenlänge und Dauer der Fahrten auswerten können. „Wir gehen davon aus, dass die Akkus für die tatsächlich benötigte Energie zu groß und damit zu teuer sind“, erklärt Gusig. Wenn kleinere Akkus ausreichen, könnten E-Räder deutlich günstiger produziert werden.

Gusig selbst ist vom Sinn und Nutzen der Pedelecs überzeugt. „In der Stadt sind E-Räder meist definitiv schneller unterwegs als anderen Verkehrsmittel.“ Doch stadtweite Verleihnetze gebe es bisher kaum. „Die Investitionskosten sind noch zu hoch. Wir wollen herausfinden, wie groß das finanzielle Risiko für Betreiber durch Diebstahl und Vandalismus ist.“

Mit dem Café solle vor allem die Forschung an den E-Bikes vorangetrieben werden, erläutert HsH-Präsident Josef von Helden. „Damit wir eine gute Datenbasis bekommen, leihen wir die Räder zwei Wochen lang aus.“ Für den „Testbetrieb eines Pedelec-Verleihcafés“ hat die Hochschule Geld aus Studienqualitätsmitteln bewilligt. Innenarchitektur-Studenten haben die Gestaltung entworfen, in Umbau und Betrieb fließen 48.000 Euro.

Der Fuhrpark des Pedelec-Cafés ist beachtlich: 51 Elektroräder bietet die Hochschule Hannover zum Ausleihen an. Zum Bestand gehören zehn Lastenräder, zehn Bäckerräder mit zwei großen Körben, kleine City-Flitzer und Standardräder. Als Besonderheit gibt es außerdem drei sogenannte Trikes, Pedelec-Dreiräder mit bequemem Sitz für Menschen, die auf einem normalen Rad nicht fahren können. Elf der Räder gehören der HsH, 40 dem VCD. „Besonders beliebt sind City-Flitzer und Lastenräder“, berichtet Gusig.

Das Pedelec-Café befindet sich am Hochschul-Standort Bismarckstraße 2 im Gebäude II. Nutzer, die nicht zur HsH gehören, zahlen 17,50 Euro pro Tag, unabhängig vom Modell. Die Reservierung läuft für sie über den VCD. „Die Stadt legt die Gebühr fest und orientiert sich dabei am Marktpreis“, erläutert Gusig. Die Nachfrage bremst das nicht. Radler leihen die E-Räder gerne für Wochenendtouren in den Harz oder zum Steinhuder Meer, erzählt Gusig. Während die Studenten ein bis zwei Monate im Voraus buchen müssen, ist der Vorlauf für die gebührenpflichtigen Räder geringer. Geöffnet ist das Pedelec-Café während des Semesters wochentags von 7.30 bis 9.30 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr.

Hochschule zu 96 Prozent ausgelastet

Ins Wintersemester ist die Hochschule Hannover (HsH) bereits Mitte September gestartet. Inzwischen steht die exakte Zahl der diesjährigen Studienanfänger fest: 1837 neue Studenten haben ein Bachelor- und 261 weitere ein Masterstudium begonnen. „Unsere Hochschule ist zu 96 Prozent ausgelastet. Die allermeisten Studiengänge sind voll“, berichtet Hochschulpräsident Josef von Helden zufrieden. Insgesamt sind rund 10?000 Studenten derzeit an der HsH eingeschrieben.

Die Zahl der Bewerber lag zum Teil deutlich über dem Angebot. Besonders hoch war die Nachfrage im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit: Auf einen Platz kamen 25 Bewerbungen. „Dieser Studiengang ist schon seit Langem der am meisten nachgefragte an unserer Hochschule“, berichtet von Helden. Das Fach Veranstaltungsmanagement war 21-fach überbucht. Für Betriebswirtschaftslehre haben sich 17 Bewerber pro Studienplatz gemeldet. Mehr als zehn Interessenten pro Platz gab es in den Fächern Journalistik und Public Relations. In Maschinenbau und Mediendesigninformatik kamen jeweils mehr als fünf Bewerber auf einen Platz.

Unbesetzt blieben dennoch Studienplätze in Elektro- und Informationstechnik, Bioverfahrenstechnik, Lebensmittelverpackungstechnologie und Milchwirtschaft. An der HsH wird überlegt, ob für diese Fächer mehr Werbung notwendig ist.

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