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Aus der Stadt Hochschule bekommt internationale Fotografen-Klasse
Hannover Aus der Stadt Hochschule bekommt internationale Fotografen-Klasse
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16:52 27.12.2016
Von Uwe Janssen
Professorin Karen Fromm (Mitte) mit Studenten im Design-Center der Hochschule. Foto: Enke Quelle: Christoph Enke
Hannover

Die Fotografenausbildung an der Hochschule Hannover gehört zu den besten der Welt. Es studieren derzeit 201 angehende Bildjournalisten aus dem In- und Ausland an der Expo-Plaza. Unterrichtssprache ist bislang Deutsch. Das wird sich, zumindest zum Teil, im kommenden Sommersemester ändern. Denn der Studiengang wird erstmals eine internationale Klasse einrichten.

Zwölf Studierende aus Russland, Ägypten, Südafrika, Bangladesch und dem Sudan werden für ein Semester nach Hannover kommen und die Ausbildung kennenlernen. Unterrichtssprache ist Englisch, die Klasse wird sowohl im Verbund als auch zusammen mit den in Hannover eingeschriebenen Kollegen arbeiten.

Die zwölf Studierenden kommen von Hochschulen, mit denen die Hannoveraner eine Partnerschaft vereinbart haben. „Das Entscheidende ist, dass wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten wollen“, sagt Fotoprofessor Lars Bauern-schmitt, „mit Studierenden, die die Qualität haben wie unsere.“ Da klingt viel Selbstbewusstsein durch, aber es geht ihm wie auch seiner Kollegin Karen Fromm darum, einen Schritt nach vorn zu machen. „Es gibt überall einen Wunsch nach mehr Internationalität, aber so weit, eine internationale Klasse anzubieten, sind ganz wenige in Deutschland“, sagt die Professorin. Für ein Semester in Hannover Deutsch zu lernen, lohne sich für die Teilnehmer nicht.

Das Programm ist attraktiv. Als Gastdozenten wurden namhafte Fotografen verpflichtet wie der Däne Mats Nissen, der Schweizer Dominic Nahr oder die beim Lumix-Festival 2014 mit dem HAZ-Publikumspreis ausgezeichnete Norwegerin Andrea Gjestvang.

Die Studiengebühren belaufen sich auf knapp 400 Euro für das gesamte Semester. Die Unterkunft zahlen die internationalen Jungfotografen selbst, beim Suchen wird ihnen geholfen. Zweieinhalb Stipendien können Fromm und Bauernschmidt verteilen - die den außereuropäischen Teilnehmern vorbehalten bleiben. Die anderen können das Erasmus-Austauschprogramm in Anspruch nehmen. Sponsoren, die die Hochschule bei weiteren Stipendien unterstützen wollen, seien herzlich willkommen.

Auch die hannoverschen Studenten sollen von der Klasse profitieren, sagt Bauernschmitt. Sie können an den Workshops mit den Gastdozenten teilnehmen, sich mit den Stipendiaten austauschen und vielleicht selbst mal an eine der Partnerhochschulen gehen, um ein Austauschsemester zu machen. So weit seien die anderen noch nicht, sagt Fromm, „aber das ist natürlich das Ziel“.

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