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Hochschule setzt sich sechs neue Schwerpunkte

Hochschule Hannover Hochschule setzt sich sechs neue Schwerpunkte

Die Hochschule Hannover stellt ihre Forschungsaktivitäten neu auf. In sechs Schwerpunkte soll künftig mehr Geld fließen: erneuerbare Energien, ressourcenschonende biobasierte Werkstoffe, nachhaltige Lebensmittelqualität, Analyse großer Datenströme, Industrie 4.0 und Sicherung von Teilhabe für benachteiligte gesellschaftliche Gruppen.

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Im Grafiklabor kann Volker Ahlers, Professor für Simulation und Mathematik, komplexe Daten dreidimensional darstellen. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. „Wir sind seit Langem in diesen Themen stark. Neu ist, dass wir sie in fakultätsübergreifenden Forschungsprojekten bündeln und besonders fördern“, erklärt HsH-Präsident Prof. Josef von Helden. Verbunden damit ist der Wunsch, stärker als forschende Hochschule wahrgenommen zu werden. Die Bedingungen für wissenschaftliches Arbeiten an Fachhochschulen sind weiterhin oft schwierig. Dabei, so von Helden, bewiesen die Fachhochschulen in der anwendungsorientierten Forschung ihre Qualitäten. Das komme der Ausbildung zugute: Immerhin machen zwei Drittel aller Ingenieure ihren Abschluss an einer Fachhochschule, 80 Prozent der Pflegewissenschaftler und rund die Hälfte der Betriebswirtschaftler.

In der Grundfinanzierung für Fachhochschulen sei aber Geld für Forschung praktisch nicht vorgesehen, beklagt von Helden. Wissenschaftliche Mitarbeiter ließen sich daher nur über Drittmittel finanzieren. FH-Professoren sind außerdem wesentlich stärker in die Lehre eingebunden als ihre Pendants an den Universitäten. „Intern haben wir die Lehrverpflichtung für forschende Kollegen gesenkt“, berichtet der HsH-Präsident.

Die Schwerpunktbildung ist nun ein weiterer Schritt. „Forschungszuschüsse und Drittelmittel gehen, anders als sonst üblich, zu 100 Prozent in die Forschergruppen“, erklärt Prof. Oliver Bott, Vizepräsident für Forschung. Geld aus dem Hochschuletat kommt als Anschub hinzu. Die Professoren hatten in einem Wettbewerb ihre Forschungsaktivität nachweisen müssen. In den Verbünden arbeiten jetzt meist rund zehn Professoren, oft aus unterschiedlichen Fakultäten.

Als die HsH vor zwei Jahren ihre Forschungsstrategie festlegte, beschloss sie auch eine Graduiertenförderung. Fachhochschulen können selbst keine Doktoranden ausbilden, die HsH kooperiert dafür mit Universitäten. Aktuell laufen rund 90 Promotionsvorhaben. „Wir hoffen jetzt natürlich auf eine Steigerung“, sagt Vizepräsident Bott.

Das sind die sechs Schwerpunkte

Biokunststoff: Erdöl ist endlich und damit auch die Kunststoffproduktion aus dem fossilen Rohstoff. Die Suche nach Ersatz läuft deshalb längst. Prof. Hans-Josef Endres, Leiter eines Anwendungszentrums des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, erkundet Kunststoffe auf Biobasis.

Industrie 4.0: Ein interdisziplinäres Team um Prof. Karl-Heinz Niemann hilft kleinen und mittleren Firmen bei der Digitalisierung ihrer Produktion. In einer Modellfabrik werden Abläufe erprobt.

Energieversorgung: Effiziente Energienutzung, Speichertechnologien und Elektromobilität gehören zu den Themen der Gruppe um Prof. Ulrich Lüdersen.

Ernährung: Um Lebensmittelqualität, angefangen beim Tierwohl bis zur Verpackung, geht es im Team von Tiermediziner Prof. Volker Krömker.

Datenanalyse: Wie sich aus dem Überfluss an digitalen Daten mit geschickter Analyse neue Erkenntnisse gewinnen lassen, beschäftigt die Gruppe Smart Data Analytics mit Sprecher Prof. Ralf Bruns. Ein Beispiel: Die Auswertung von Patientendaten kann helfen, nach einer Nierentransplantation eine drohende Abstoßung des Organs frühzeitig zu erkennen.

Teilhabe: Wie lässt sich soziale Teilhabe für Bürger mit eingeschränkter Lebenslage erreichen? An der Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales geht es um Folgen der Einwanderung, Gesundheitsversorgung im Alter und Inklusion.

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