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Aus der Stadt Roboter Pepper lockt Schüler ins Labor
Hannover Aus der Stadt Roboter Pepper lockt Schüler ins Labor
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00:16 25.11.2016
Von Bärbel Hilbig
„Kann der noch mehr?“ Paul führt Pepper mithilfe des roten Balls durch den Raum. Denn Farben erkennt der Android bereits, bei der deutschen Sprache gibt es noch viele Lücken. Quelle: Kutter
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Hannover

Den Erstklässler Paul hält es kaum auf seinem Stuhl, bis er dem 1,20 Meter großen Pepper auf Augenhöhe gegenüberstehen darf. „Er hat nur einen Scanner“, meint Paul zu erkennen. Doch der Sechsjährige irrt. Der humanoide Pepper kann hören, sprechen und sehen. Wenn er richtig programmiert ist, reagiert er auf menschliche Emotionen, merkt sich Gesichter und sucht Antworten auf ihm gestellte Fragen im Internet.

Ganz so weit ist der Pepper an der Fachhochschule noch nicht, denn er ist erst frisch eingetroffen und muss noch auf die hiesigen Verhältnisse angepasst werden. Die HsH hat sich den Androiden gesichert, sobald er für Hochschulen freigegeben war.

„Japanisch kann er ziemlich gut. In Japan soll er bald Kunden zum gesuchten Regal führen“, berichtet Doris Schmidt, Leiterin des Zukunftslabors Mint. Auf Deutsch hat der Hochschul-Pepper bisher nur eine recht stereotype Begrüßung für die Schüler im Labor parat. Doch immerhin erkennt er Farben, sodass Paul den Roboter mit einem roten Ball durch den Raum lotsen kann.

„Pepper, hier bin ich“, lockt der Sechsjährige und fragt bald: „Kann der noch mehr?“

Die Fachhochschule hat das Experimentierlabor an der Bismarckstraße 2 im Frühjahr eröffnet. Schüler vom Erstklässler bis zum Abiturienten können in Workshops spannende Sachverhalte aus Chemie, Physik und Technik erkunden. Die Schulklassen zahlen dafür nichts (Anmeldung unter mint.hs-hannover.de).

„Ingenieure genießen hierzulande ein hohes Ansehen, dennoch ist qualifizierter Nachwuchs rar“, erläutert HsH-Vizepräsidentin Marina Schlünz. Bis die Schüler an der HsH oder anderswo studieren, gehe zwar Zeit ins Land. „Das nehmen wir in Kauf. Wir wollen Hemmschwellen gegenüber Technik abbauen.“ Die Fördergemeinschaft der HsH hat dafür Peppers Kaufpreis von rund 17.000 Euro finanziert.

Informatik für alle Jahrgänge ist ein Schwerpunkt im Zukunftslabor. Grundschüler programmieren auf Tablets, ­Ältere beschäftigen sich mit Lego-Robotern. Die HsH besitzt bereits 13  humanoide Nao-Roboter, die Studenten an der Informatik-Fakultät nutzen. Die 80 Zentimeter hohen Kerlchen stammen wie Pepper vom Spezialisten Aldebaran und sind quasi seine Vorläufer. In Workshops lernen Oberstufenschüler, Apps für ihr Smartphone zu entwickeln, und dürfen Programme für die Nao-Roboter schreiben. Und bald sogar für Pepper.

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