Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Roboter Pepper lockt Schüler ins Labor

Hochschule Hannover Roboter Pepper lockt Schüler ins Labor

Alles an Pepper ist sanft gerundet, mit seinen großen Augen löst der kleine Roboter sofort Sympathie aus. Beste Voraussetzungen für seine Arbeit: Denn Pepper soll Kinder und Jugendliche im Zukunftslabor der Hochschule Hannover (HsH) ansprechen und neugierig machen. 17.000 Euro hat die Hochschule in den Roboter investiert.

Voriger Artikel
Feuerwehr gewinnt 165 ehrenamtliche Einsatzkräfte
Nächster Artikel
HAZ live: Der Morgen in Hannover

„Kann der noch mehr?“ Paul führt Pepper mithilfe des roten Balls durch den Raum. Denn Farben erkennt der Android bereits, bei der deutschen Sprache gibt es noch viele Lücken.

Quelle: Kutter

Hannover. Den Erstklässler Paul hält es kaum auf seinem Stuhl, bis er dem 1,20 Meter großen Pepper auf Augenhöhe gegenüberstehen darf. „Er hat nur einen Scanner“, meint Paul zu erkennen. Doch der Sechsjährige irrt. Der humanoide Pepper kann hören, sprechen und sehen. Wenn er richtig programmiert ist, reagiert er auf menschliche Emotionen, merkt sich Gesichter und sucht Antworten auf ihm gestellte Fragen im Internet.

Ganz so weit ist der Pepper an der Fachhochschule noch nicht, denn er ist erst frisch eingetroffen und muss noch auf die hiesigen Verhältnisse angepasst werden. Die HsH hat sich den Androiden gesichert, sobald er für Hochschulen freigegeben war.

„Japanisch kann er ziemlich gut. In Japan soll er bald Kunden zum gesuchten Regal führen“, berichtet Doris Schmidt, Leiterin des Zukunftslabors Mint. Auf Deutsch hat der Hochschul-Pepper bisher nur eine recht stereotype Begrüßung für die Schüler im Labor parat. Doch immerhin erkennt er Farben, sodass Paul den Roboter mit einem roten Ball durch den Raum lotsen kann.

„Pepper, hier bin ich“, lockt der Sechsjährige und fragt bald: „Kann der noch mehr?“

Die Fachhochschule hat das Experimentierlabor an der Bismarckstraße 2 im Frühjahr eröffnet. Schüler vom Erstklässler bis zum Abiturienten können in Workshops spannende Sachverhalte aus Chemie, Physik und Technik erkunden. Die Schulklassen zahlen dafür nichts (Anmeldung unter mint.hs-hannover.de).

„Ingenieure genießen hierzulande ein hohes Ansehen, dennoch ist qualifizierter Nachwuchs rar“, erläutert HsH-Vizepräsidentin Marina Schlünz. Bis die Schüler an der HsH oder anderswo studieren, gehe zwar Zeit ins Land. „Das nehmen wir in Kauf. Wir wollen Hemmschwellen gegenüber Technik abbauen.“ Die Fördergemeinschaft der HsH hat dafür Peppers Kaufpreis von rund 17.000 Euro finanziert.

Informatik für alle Jahrgänge ist ein Schwerpunkt im Zukunftslabor. Grundschüler programmieren auf Tablets, ­Ältere beschäftigen sich mit Lego-Robotern. Die HsH besitzt bereits 13  humanoide Nao-Roboter, die Studenten an der Informatik-Fakultät nutzen. Die 80 Zentimeter hohen Kerlchen stammen wie Pepper vom Spezialisten Aldebaran und sind quasi seine Vorläufer. In Workshops lernen Oberstufenschüler, Apps für ihr Smartphone zu entwickeln, und dürfen Programme für die Nao-Roboter schreiben. Und bald sogar für Pepper.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Naturkostgeschäft Bittersüß schließt nach 34 Jahren

Großes Sortiment und günstige Preise: Was viele Kunden großer Bio-Supermärkte freut, zwingt kleine Läden zum Aufgeben. So auch Bittersüß an der Hildesheimer Straße. Nach 34 Jahren macht das Geschäft in der Südstadt dicht.