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Aus der Stadt Wo, bitte, geht’s zum Studienplatz?
Hannover Aus der Stadt Wo, bitte, geht’s zum Studienplatz?
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00:28 18.09.2015
Von Martina Sulner
Zielstrebig Richtung Jura-Stand: Vanessa Plath (r.) und Dijana Dimic holen bei Sylvia Jakob Infos über das Studium ein.  Quelle: (Foto: Katrin Kutter)
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Hannover

Olga Korolova ist von bewundernswerter Geduld: Ruhig und anschaulich erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin ihre Disziplin, den Studiengang Mechatronik. Korolova steht an einem runden Tisch im Lichthof der Leibniz-Universität. Vom frühen Morgen an drängen sich dort Tausende Schüler bei den Hochschulinformationstagen (HIT), um sich über Studienmöglichkeiten zu erkundigen.

Rund 180 Studien- und Teilstudiengänge bietet allein die Universität an. Dazu kommen noch zahlreiche Studienmöglichkeiten an den Hochschulen und der Fachhochschule, die auch bei den HIT mitmachen. Bei dieser Fülle fällt die Entscheidung für ein Fach nicht leicht - und es ist nicht gesagt, ob das einmal gewählte Fach tatsächlich das passende ist: Die Zahl der Studienabbrecher ist hoch.

Gute Gründe für die HIT gibt es also genug; zahlreiche Schulen in der Region rücken denn auch mit kompletten Oberstufenjahrgängen im ehemaligen Welfenschloss an. Gleich am Eingang findet sich die ersten, allgemeinen Informationen über Studienangebote. Im Lichthof verteilt haben Mitarbeiter und Studierende von rund 100 Studiengängen Info-Tische aufgebaut. An der einen Seite der Halle präsentieren sich die Mathematiker, Meteorologen, Nanotechnologen und Physiker. Ein paar Meter weiter sind die Stände der Biologen und Gartenbauwissenschaftler zu finden.

Bei den vielen Tischen, der Flut der Flyer und der Menge an kurzen Einführungsvorlesungen in den Hörsälen ist es schwer, den Überblick zu behalten. Wer da relativ genau weiß, wonach er fragen möchte, hat es gut. „Wir sind zielstrebig zu den Juristen gegangen“, sagen Vanessa Plath und Dijana Dimic. Die beiden 19-Jährigen machen demnächst ihren Fachhochschulabschluss für Verwaltung & Rechtspflege. Zumindest für Vanessa Plath ist beschlossene Sache, dass sie ab Oktober 2016 Jura studieren möchte; ausführlich lässt sie sich von Sylvia Jakob das Studium erläutern.

Es schauen nicht nur zukünftige Abiturienten bei den HIT vorbei. Der Andrang zu der Veranstaltung, in der Tanja Busse von der Zentralen Studienberatung erklärt, wie und was man auch ohne Abitur studieren kann, ist groß. Und manch eine interessiert sich auch für ganz unterschiedliche Disziplinen: Aliza Pfitzner findet Maschinenbau, aber auch Sportwissenschaften „richtig spannend“. Die 16-jährige Austauschschülerin aus der Nähe von Melbourne steht bei Dania Hollemann und befragt sie zu den Sportwissenschaften.

Gut gelaunte und hilfsbereite Studierende beantworten die Fragen der jungen Besucher. Doch sind die HIT nicht nur eine Hilfe für diejenigen, die nach einem passenden Studienfach suchen, sondern auch Werbung für manche Disziplin. Die Maschinenbauer zum Beispiel haben am Vormittag vor der Universität einen Stand aufgebaut. Dort kann man - neben fachlicher Information - auch Jutebeutel bekommen, auf denen prägnante Ereignisse aus der Geschichte der Fakultät aufgedruckt sind. Eine schöne Werbeaktion für ein Fach, das laut Sprecherin Claudia Wonnemann „eine faszinierende Vielfalt bietet“. Damit will man auch junge Frauen fürs Studium interessieren. Genau das ist auch ein Ziel von Olga Korolova bei den Mechatronikern: Der Frauenanteil liege bei 10, 15 Prozent, sagt sie. Da können die HIT gerne etwas in Bewegung bringen.

Der Informationstag findet noch einmal am Mittwoch statt: Von 8 Uhr an im Lichthof.

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