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Hochwasserschutz in Hannover funktioniert

30 Millionen Euro-Projekt Hochwasserschutz in Hannover funktioniert

30 Millionen Euro hat die Stadt investiert, um die Ihme abzugraben, die Benno-Ohnesorg-Brücke zu verlängern und Deiche zu erneuern. Anfangs gab es Kritik für das 30 Millionen teure Projekt, mittlerweile ist diese verstummt.

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Anfangs umstritten, jetzt notwendig: Die Abgrabung des Ihme-Ufers.

Quelle: frank wilde

Hannover. Die Pegel von Leine und Ihme steigen, aber die Hochwasserexperten der Stadtverwaltung bleiben derzeit gelassen. „Unsere Schutzmaßnahmen greifen“, sagt Ylva Lund-Weiß, Koordinatorin der Hochwasserschutzplanung. Zwar sei es noch zu früh, um Schlüsse zu ziehen, aber möglicherweise stünde die Calenberger Neustadt schon unter Wasser, hätte die Stadt nicht vorgesorgt. Insbesondere die weiträumigen Abgrabungen am Ihme-Ufer in Höhe Glocksee haben die Stadt viel Geld gekostetet und die Stadtteilbewohner anfangs erheblich verärgert.

2003 trat die Ihme über die Ufer, und das Wasser schwappte auch in die Calenberger Neustadt. Der Pegel betrug damals knapp sechs Meter, also rund einen halben Meter über dem aktuellen Stand. Danach überlegte man, wie sich die Fluten künftig eindämmen ließen. Dem Fluss müsse mehr Raum gegeben werden, um sich auszubreiten, so viel war klar.

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Doch als die Stadt ihre Pläne für das Ihme-Ufer vorlegte, brach ein Sturm der Entrüstung los. Mehr als 100 Bäume sollten dem Hochwasserschutz zum Opfer fallen, 70 000 Kubikmeter Erde ausgehoben und das wild bewachsene Ufer in eine terrassierte Rasenlandschaft verwandelt werden. Anwohner der Calenberger Neustadt schüttelten den Kopf und gründeten eine Bürgerinitiative. Der Protest schlug auch in der Ratspolitik hohe Wellen. Linken-Ratsherr Luk List verschanzte sich zusammen mit anderen Aktivisten in den Bäumen, um den Kettensägen Einhalt zu gebieten. Genutzt hat es am Ende nichts.

30 Millionen Euro hat die Stadt in die Hand genommen, um das Ufer kahlzuschlagen und auszubaggern. Zudem wurde die benachbarte Benno-Ohnesorg-Brücke verlängert, damit die Ihme mehr Platz bekommt. Nachdem alles fertig war, verstummte die Kritik. Im Sommer lassen sich jetzt viele Stadtteilbewohner beobachten, die auf den Rasenflächen grillen, ein Buch lesen und die Sonne genießen - wenn dort nicht gerade der Fluss überläuft.

Deiche rechtzeitig fertig

In Ricklingen ist der jahrelange Ausbau der Deiche rechtzeitig zum Hochwasser fertig geworden. Nur ein bisschen Feinschliff sei noch zu erledigen, heißt es vonseiten der Stadt. „12.400 Menschen in Ricklingen sind viel besser geschützt“, sagt Hochwasserkoordinatorin Lund-Weiß.

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