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Aus der Stadt Hochzeitsgesellschaft blockiert Autobahn 2
Hannover Aus der Stadt Hochzeitsgesellschaft blockiert Autobahn 2
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19:03 17.04.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Hannover

Eine türkische Hochzeitsgesellschaft aus Garbsen und Hannover hat am Ostersonntag gegen 16 Uhr ausgelassen auf der Autobahn 2 gefeiert – und dadurch in zahlreichen Fällen für höchste Unfallgefahr gesorgt. Der Konvoi aus 13 Autos verteilte sich über alle drei Spuren und stoppte phasenweise sogar – um zu tanzen, Fotos zu schießen und Videos zu drehen. Die Polizei musste dem Ganzen ein Ende setzen.

Absichtlich Stau verursacht

Aufgrund ihres geringen Tempos baute die Hochzeitsgesellschaft in Richtung Berlin zwischen dem Dreieck Hannover-West und der Abfahrt Langenhagen absichtlich einen Stau auf, wie die Polizei mitteilt. „Einige Autofahrer mussten Vollbremsungen und Ausweichmanöver einleiten, um Unfälle zu verhindern“, sagt Polizeisprecher Mirco Nowak. „Verletzt wurde aber niemand.“ Es sei lediglich zu Verkehrsbehinderungen gekommen.

Über Notruf berichteten Autofahrer der Polizei von der gefährlichen Aktion auf der A 2. Gleichzeitig bemerkte auch eine Streifenwagenbesatzung auf der Gegenfahrbahn die waghalsige Hochzeitsfeier und nahm die Verfolgung auf. Bei den 13 Autos handelte es sich unter anderem um Mercedes, BMW, Audi, Smart, Volkswagen und Renault.

An der Anschlussstelle Langenhagen verließ der Korso die Autobahn, die Beamten konnten die Prozession schließlich in der Vahrenwalder Straße stoppen. Offenbar waren die 13 Autos auf dem Weg zur eigentlichen Party in einem Veranstaltungszentrum. Die zuvor noch gut gelaunte Hochzeitsgesellschaft habe nach Behördenangaben aggressiv auf die Kontrolle reagiert. „Zwölf Fahrer des Hochzeitskonvois stammen aus Garbsen, einer aus Hannover“, sagt Behördensprecher Nowak. Bei ihnen handle es sich um Türken und Deutsche mit Migrationshintergrund im Alter von 21 bis 74 Jahren. Nach der Kontrolle durften alle ihre Fahrt fortsetzen.

Hohe Strafen drohen

Allerdings wird die gefährliche Feier auf der Autobahn für die Beteiligten ein juristisches Nachspiel haben. „Wir ermitteln nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie wegen Nötigung“, sagt Polizeisprecher Nowak. Der erste Teil wird laut Strafgesetzbuch mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet. Auf Nötigung stehen bis zu drei Jahre Gefängnis plus drei Punkte in Flensburg sowie ein bis drei Monate Fahrverbot.

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