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Hochzeitsmesse zieht Brautpaare an

Altes Rathaus Hochzeitsmesse zieht Brautpaare an

Ringe, Torten, weiße Kleider: Hunderte von Brautpaaren besuchen an diesem Sonntag die Hochzeitsmesse im Alten Rathaus - und erkunden, was der Ja-Markt der Möglichkeiten für den schönsten Tag des Lebens bereit hält.

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Bei der Hochzeitsmesse im Alten Rathaus informieren sich angehende Brautpaare.

Quelle: Eberstein

Hannover. Spitze und Tüll. Das ist in dieser Saison angesagt. Und weil man ein Brautkleid ja nicht in jeder Saison kauft, achten die Kundinnen auf Details. "Weiß ist wieder im Kommen. Und für Herren sind italiensiche Anzüge mit Weste im Trend", sagt Nazan Ölmez, Geschäftsführerin von Brillant-Hochzeitsmoden: "Der Bräutigam soll feierlich aussehen, damit er in der Gästeschar nicht untergeht."

Bei der Hochzeitsmesse im Alten Rathaus stöbern hunderte Brautpaare nach passenden Ringen, Kleidern und Torten.

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Zum 14. Mal geht die Hochzeitsmesse mit dem doppelsinnigen Namen Ja-Markt in diesem Herbst über die Bühne, und zum 14. Mal ist Nazan Ölmez mit ihrem Stand im Alten Rathaus dabei. Rund 1000 Besucher kommen regelmäßig zu den Messen, sagt Organisatorin Christine Schaffrath. Kleider, Torten, Karten und Tischdeko: Der schönste Tag des Jahres ist auch ein verwirrend vielfältiger Markt, bei dem Angebot und Nachfrage zueinander finden müssen. "Wir wollen erst einmal sehen, was uns wichtig ist und worauf man verzichten kann", sagt Christel Lautenbacher, die mit Carsten Norra aus Gehrden hierher gekommen ist. Einen Termin für ihre Hochzeit gebe es noch nicht. "Das wichtigste ist uns, dass wir mit den Gästen Spaß haben", sagt sie.

Die Zeiten, in denen das Brautpaar die Verwandtschaft nach der Kirche zum Krustenbraten im Kneipensaal einlud, sind längst vorbei. Hochzeiten sind heute durchkomponierte Events: "Oft ist jede Minute bis ins Detail geplant, jede Dekoration muss passen", sagt Schaffrath. "Das kannte man früher nicht."

Eine ganze Branche präsentiert sich folglich im Alten Rathaus: "Bei den Ringen legen viele Paare Wert auf Individualität", sagt Christine Knoll, die hinterm Stand ihres Trauringstudios steht: "Manche lassen sich ihre Fingerabdrücke oder die eigene Handschrift in den Ring gravieren." Bei den Torten geht der Trend eher zum Rustikalen, sagt Anna Buchholz, die im Alten Rathaus Meisterwerke der Konditorenkunst präsentiert: "Torten werden auf Baumscheiben serviert und mit vielen Früchten oder Blumen verziert." Zwischen 300 und 600 Euro ließen sich Brautpaare die Torte im Schnitt kosten. Der Kostenfaktor wirkt überschaubar, wenn man die Rechnung für den Videografen im Hinterkopf hat.

"Inzwischen erzielen wir 50 Prozent unserer Einnahmen mit Hochzeitsvideos", sagt Markus Bokemüller. Eigentlich dreht der Videograf Werbefilme für Firmen, doch Bewegtbilder von Trauungen seien ein wachsender Markt. "Ein Video bietet mehr Emotionen als nur ein einzelnes Bild", sagt der 31-Jährige. Vom Ringetausch bis zum Anschneiden der Torte bannt er alle Szenen des großen Tages für die Ewigkeit. Einen 30-Minuten-Film, gern unterlegt mit dem Song vom ersten Date des Paares, gibt es ab 2500 Euro. Gedreht wird unter anderem mit Kameras, die in der Limousine installiert sind, und eine Drohne liefert Luftaufnahmen von Kirche oder Lokal.

Der Bräutigam kann im Film dann auch das Anlegen des Brautkleides sehen, bei dem er ja traditionell außen vor bleibt. Und die vielen anderen Aktionen, mit denen professionelle Hochzeitsplaner die Feierstunden füllen. "Viele Paare sind so aufgeregt, dass sie den Tag gar nicht bewusst erleben", sagt Hochzeitsfilmer Bokemüller. "Im Video können sie dann sehen, was bei ihrer Hochzeit passiert ist."

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