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Aus der Stadt Holiday-Inn und Bars ziehen ins Bredero-Hochhaus
Hannover Aus der Stadt Holiday-Inn und Bars ziehen ins Bredero-Hochhaus
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15:32 15.10.2015
Von Conrad von Meding
Farbig: Lichtbänder sollen das modernisierte Hochhaus am Raschplatz auch nachts zum Erlebnis machen. Quelle: Computersimulation
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Hannover

Der neue Eigentümer bereitet derzeit den Umbau der seit Jahren leer stehenden elf Büroetagen zu Wohnungen vor – am Mittwoch genossen 20 HAZ-Leser in der 16. Baustellenetage den Blick über die Innenstadt. Das 1974 vom hannoverschen Architekturbüro BKSP für den holländischen Investor Bredero entworfene Gebäude galt lange Zeit als 100 Meter hohe Betonsünde in der Innenstadt.

Lange Zeit galt das Bredero-Hochhaus hinter dem Hauptbahnhof als Bausünde, jetzt wird es modernisiert. 20 HAZ-Leser konnten das Hochhaus bereits in der Bauphase besichtigen. Die Aktion "Mit der HAZ Großes erleben" machte den Besuch möglich.

BKSP-Architekt Jan Grabau, der die Immobilie jetzt für den neuen Eigentümer umbaut, stellte bei der Führung für HAZ-Leser am Mittwoch heraus, dass das Gebäude „durch Vor- und Rücksprünge in der Fassade eine hohe Plastizität“ aufweise. Die braun getönten Fensterbänder und die hohen, schweren Betonbrüstungen aber gelten nicht mehr als zeitgemäß. BKSP will daher in Absprache mit der Stadt bodentiefe Fenster einbauen und mit dem Anbau von Balkonen sichtbar machen, dass es künftig überall im Turmschaft Wohnungen gibt. Bisher sind nur die obersten sieben Etagen bewohnt. Das Hotel kommt in den Anbau.

Farbig: Lichtbänder sollen das modernisierte Hochhaus am Raschplatz auch nachts zum Erlebnis machen. Quelle: Quelle: Computersimulation: BKSP

„Eine tolle Aussicht über die gesamte Innenstadt“ bescheinigte Karsten Schomburg dem Gebäude. Er hatte die kostenlose Exklusivführung gemeinsam mit Bettina Schweden bei der Aktion HAZ-Erleben gewonnen. „Von hier oben erkennt man erst so richtig, wie groß das Ihme-Zentrum ist“, staunte Schweden. Auf 70 Meter Höhe hat man selbst bei mäßigem Wetter einen kompletten Überblick über die Stadt auf Augenhöhe mit dem alten Fernsehturm gegenüber.

Derzeit läuft die Änderung des Bebauungsplans für die Immobilie. Grabau schätzt, dass die Wohnungen Ende 2017 bezugsfertig werden. Doch erst mal muss gebaut werden. „Viele Absprachen“ seien nötig, sagt Bauleiter Bjert Olsson: „Ich betreue für den Investor bundesweit vier große Projekte – aber das hier ist das komplizierteste.“

Kultur über der Stadt: Während der Umbauphase hat es schon verschiedene Ausstellungen und Kunstinszenierungen im 16. Stock des Gebäudes gegeben. Am 12. November geht es weiter: Produktdesign-Studierende der Fakultät Medien, Information und Design der Hochschule Hannover bereiten eine neuntägige Ausstellung mit Semester- und Bachelorarbeiten sowie kommerziell erfolgreichen Arbeiten ehemaliger Studierender. Vernissage ist um 19 Uhr.

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