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Was machen die Bagger auf dem Holländischen Pavillon?

Expo-Gelände Was machen die Bagger auf dem Holländischen Pavillon?

Statt Verfall kommt jetzt Aufbau: Bauarbeiter sichern die Ruine des Holländischen Pavillons. In luftiger Höhe räumen Baggerfahrer und Handwerker den Unrat der vergangenen 17 Jahre auf. Auf dem Grundstück will die Wohnkompanie Nord einen Bildungscampus mit Studentenhochhaus errichen.

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Baggerarbeiten auf dem Holländischen Pavillon.

Quelle: Clemens Heidrich

Hannover. Hoch oben in etwa 20 Meter Höhe fahren Bagger auf dem Holländischen Pavillon. Bauarbeiter machen die Ruine, heimliches Wahrzeichen der Weltausstellung, sturmfest. Die Aufräumarbeiten sind ein erstes Anzeichen dafür, dass sich nach 17 Jahren Verfall nun endlich etwas ändern soll am höchsten Bauwerk im Expo-Park.

„Wir sichern das Gebäude“, sagt Björn Jeschina von der Entwicklungsfirma Wohnkompanie Nord. Sie gehört zur Bremer Zech-Bau und will den Pavillon zum Bildungcampus entwickeln. In dem Gebäude selbst sollen Vorlesungs- und vielleicht auf Kinosäle, dazu wohl auch Freizeiteinrichtungen einziehen. Daneben will die Wohnkompanie ein Studentenhochhaus mit etwa 380 Appartements errichten, eine Brücke soll beiden Bauwerke verbinden. Donnerstagabend befasste sich erstmals der zuständige Bezirksrat mit den Plänen. Wenn alles nach Plan läuft, könnte wohl 2019 der Umbau starten.

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Rundgang durch den Holländischen Pavillon.

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Bei Stürmen hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder lose Teile vom Pavillon gelöst – teilweise in großen Dimensionen. Deckenverkleidungen, Wandverschalungen, lose Anbauten waren aus den oberen Stockwerken gesegelt. „Einmal ist ein Bauteil einer abgehängten Decke auf die Oberleitung der Stadtbahn geflogen“, sagt Jeschina. Das soll bei künftigen Stürmen nicht mehr passieren. Die Sicherung des Bauwerks war Bedingung der Stadt, als das Grundstück vom Sohn des Altbesitzers an die Wohnkompanie verkauft wurde. Die Aufräumexperten sind nicht nur auf der Zwischenebene mit den riesigen Baumstämmen unterwegs, die laut Statikgutachten noch volle Tragkraft haben. Entfernt werden jetzt auch die Reste des alten Ovalaufbaus im Obergeschoss, in dem Brandstifter vor Jahren ein Feuer gezündet hatten. Anschließend soll das Gebäude gesichert werden, damit keine neuen Eindringlinge Unfug treiben.

Verlag baut im Expo-Park

Auf dem Grundstück des ehemaligen Polnischen Pavillons will die Büchner-Gruppe ein Verlagsgebäude mit Art-Box bauen, in der Kunst gezeigt wird. Zu der Gruppe gehören unter anderem der Degener-Verlag, ars mundi Edition Max Büchner und die Kunsthandelsgesellschaft Artes. Die Gesellschaft Expo-Grund hat das 3500 Quadratmeter große Grundstück an der Straße „Sydney Garden“ verkauft.

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