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Aus der Stadt Gedenken an Auschwitz-Befreiung
Hannover Aus der Stadt Gedenken an Auschwitz-Befreiung
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00:15 03.02.2016
Von Uwe Janssen
Andor Izsák an der Orgel der Marktkirche Hannover. Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Hannover

Eine Gedenkkonzert, das gleichzeitig Erinnerung und Mahnung war: Zum 71. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 lud die Villa Seligmann in die Marktkirche. „Niemals soll vergessen werden, welche unermessliche Grausamkeit von einem selbst ernannten tausendjährigen Reich in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Deutschland aus über ganz Europa gebracht wurde“, sagte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und fragte in die fast voll besetzte Marktkirche: „Wie viele Kinder und Alte, Männer und Frauen umgebracht wurden wegen ihres Glaubens, ihrer Nationalität, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer politischen Überzeugung - wer soll das jemals begreifen?“

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Andor Izsák an der Orgel der Marktkirche Hannover.

Heinemann erinnerte daran, dass der Holocaust mitten in Europa, in einer „Kulturlandschaft von unvergleichlichem Rang“ nicht nur geplant, inszeniert, perfektioniert und zu einer Mordorgie apokalyptischen Ausmaßes gesteigert worden sei, sondern auch „beklatscht, geduldet und von viel zu vielen gewollt“. Deshalb könne man in diesen Tagen die sprachlichen Brandstiftungen nicht unwidersprochen lassen, die „nicht nur in der Anonymität des Internets“ die alten Parolen aufleben ließen und keinen Hehl mehr daraus machten, welch Geistes Kind sie sind“.

Der Europäische Synagogalchor unter der Leitung von Martin Lüssenhop sang Werke unter anderem von Louis Lewandowski und Alfred Rose. Den Abend unter der Gesamtleitung von Andor Izsák gestalteten auch Gebete von Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann und Probst Martin Tenge sowie ein rezitiertes Gedicht des hannoverschen Jugendlichen Hans-Werner Binheim. Binheim, Jahrgang 1923, hatte bereits als 15-Jähriger den Jugendchor der hannoverschen Synagoge geleitet. Das Gedicht „Seht die Lichter“ hatte er an die Eltern geschickt, bevor er 1941 im Konzentrationslager Mauthausen starb. In dem zweistrophigen Gedicht, von Pastor Dietmar Dohrmann in der Marktkirche vorgetragen, heißt es: „Lasst euch von dem Streben treiben, von dem Wunsch nach Licht und Glück.“

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