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Polizei verhindert Hooligan-Treffen

Gruppierung HoGeSa Polizei verhindert Hooligan-Treffen

Ein Aufruf gewaltbereiter und zum Teil rechtsradikaler Hooligans im Internet hat am Sonnabend die Polizei rund um den Hauptbahnhof auf den Plan gerufen. Die Gruppe wollte von Hannover zu G-20-Krawallen nach Hamburg fahren. Die Einsatzkräfte überprüften daraufhin 25 Verdächte - und der Zug fuhr ohne die Hooligans ab.

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Die Polizei kontrolliert Passanten am Hauptbahnhof Hannover.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Die Gruppierung Hogesa („Hooligans gegen Salafisten“) hatte unter ihrem Logo online verbreitet, man werde sich um 14 Uhr in Hannover am Raschplatz treffen, um eine Stunde später gemeinsam nach Hamburg aufzubrechen. Die Aktion sollte unter dem Motto stehen: „Unsere Heimat wieder unter Kontrolle bringen“.

Im Netz war die Nachricht aufgetaucht, nachdem sich Linksextremisten in Hamburg während des G20-Gipfels Straßenschlachten mit der Polizei geliefert hatten. Aus diesem Grund nahm die Polizei den Aufruf für das Treffen in Hannover sehr ernst. Auch Kräfte der Bundespolizei und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn waren am Sonnabendnachmittag verstärkt im Bahnhof unterwegs.

Die Behörden kontrollierten insgesamt 25 Verdächtige. „Vier von ihnen mussten die Nacht auf richterliche Anweisung im Polizeigewahrsam verbringen“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Die Vier sollen nach HAZ-Informationen der rechtsradikalen Szene angehören, Fahrkarten nach Hamburg und verdächtige Gegenstände bei sich gehabt haben.

Die Anhänger der Hogesa-Bewegung sind für ihr hohes Aggressionspotenzial bekannt. Bei einer Demonstration der Gruppierung im Oktober 2014 in Köln gab es heftige Krawalle. Eine Hogesa-Demo einen Monat später auf dem Zentralen Omnibusbahnhof in Hannover musste von einem Großaufgebot der Polizei bewacht werden. Im Anschluss der Hooligan-Demo griffen Linksautonome ein Lokal in der Innenstadt an, in dem sich angeblich Teilnehmer der Hogesa-Demo aufhielten. Darüber hinaus wurden vier Teilnehmer des Hooligan-Treffens aus Bielefeld von einer Gruppe Linksautonomer mit Pfefferspray angegriffen und zusammengeschlagen. Zwei Männer wurden dabei so schwer verletzt, dass die Polizei Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts einleitete. Die Tat ist allerdings bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt.

Von Tobias Morchner

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