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Aus der Stadt Hündin Banni entdeckt infizierten Vogel
Hannover Aus der Stadt Hündin Banni entdeckt infizierten Vogel
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00:16 30.11.2016
Aufmerksam: Timm Jacobsen mit Hündin Banni. Quelle: Martin Lauber
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Hannover

Im Wietzepark am Rande des Hufeisensees in Isernhagen nutzen viele Hundebesitzer das schöne Wetter an diesem Sonntag für einen Spaziergang. Hier ist eine große Wiese als Freilauffläche ausgewiesen, also laufen die Hunde hier nach Herzenslust ohne Leine, wühlen in der Erde, sind ganz Hund. Ab Dienstag wird das nicht mehr gehen: Nur einige Hundert Meter entfernt ist vor wenigen Tagen eine tote Ente gefunden worden. Am Sonnabend teilt die Region Hannover mit: Das Tier hat das H5N8-Virus, ab Dienstag wird um den Fundort ein Sperrbezirk und darum herum ein Beobachtungsgebiet eingerichtet, beides zusammen in einem Radius von mindestens zehn Kilometern. Den Hundefreunden macht das Kummer.

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Die Vogelgrippe ist in der Region Hannover angekommen. Bei einer toten Reiherente wurde das Virus H5N8 nachgewiesen.

„Es ist sehr schade, denn das hier ist die einzige Auslauffläche, die wir in der Gegend haben“, sagt Yvonne Blum, die mit ihrem Mann und den beiden Mischlingshunden Happy und Maira unterwegs ist. In den nächsten Wochen wird Blum mit ihnen wohl ab und zu nach Misburg zur Auslauffläche fahren. In Hannover nämlich soll es eine Ausnahmegenehmigung für Hunde- und Katzenhalter geben: In Bereichen, die mindestens 50 Meter von natürlichen und künstlichen Gewässern entfernt liegen, dürften die Tiere laufen.

Dass in Isernhagen noch bis Dienstag Schonfrist gilt, hat juristische Gründe: Ab der Bekanntgabe der Maßnahme in Tageszeitungen müssen 24 Stunden vergehen, bis die Maßnahme in Kraft tritt. „Das ist nötig, damit sich die betroffenen Bürger informieren und auf die Einschränkungen vorbereiten können“, sagt Regionssprecherin Carmen Pförtner.

Gabi Küppers und Bernd Heise aus Isernhagen sind völlig damit einverstanden, dass Habaneser Paul ab Dienstag an die Leine muss. „Es ist zwar nicht schön für ihn, aber während der Brut- und Setzzeit darf er ja auch nicht frei laufen“, sagt Küppers. „Und wenn es darum geht, die Ausbreitung einer gefährlichen Krankheit zu verhindern, dann müssen Hundebesitzer und ihre Tiere sich nun mal anpassen“, fügt Heise hinzu.

Auslöser der Maßnahmenkette war Setterhündin Banni. Die fand beim Spaziergang mit ihrem Herrchen Timm Jacobsen am Nordostufer des Hufeisensees am Montagnachmittag eine leblos im Schilfgürtel treibende Reiherente und zeigte den Fund durch Bellen an. Jacobsen, selbst Freiwilliger Feuerwehrmann, rief seinen Ortsbrandmeister an, dieser verwies auf die Leitstelle und die weiter an die Kreisveterinäre. Angesichts der Dämmerung packte Jacobsen den Kadaver schließlich selbst in zwei Plastiktüten und brachte ihn tags drauf bei der Region vorbei. Bis die Gewissheit hatte, vergingen fünf Tage. Am Sonnabend dann ging alles umso schneller.

Immerhin, es hätte auch schlimmer kommen können. „Glücklicherweise ist kein Geflügelhof betroffen. Es ist lediglich ein toter Wildvogel gefunden worden“, sagt Sprecherin Pförtner. „Wir müssen jetzt zwar besondere Maßnahmen ergreifen, aber zum Glück noch keine Tiere töten.“ Anders in Barßel im Landkreis Cloppenburg: Dort mussten in einem Mastbetrieb mehr als 100 000 Tiere getötet werden.

So schlimm ist es auf Voltmers Hof in Isernhagen H.B. nicht. Aber: Während dort sonst Rassegeflügel über den Parkplatz flitzt, hat alles Gefieder aus den Volieren seit Sonnabend Ausgehverbot. Im Zoo sind schon seit Mitte November alle Hühner, Enten und Gänsevögel in Ställen untergebracht. Auch das Wasser des Sambesi-Flusses wurde abgelassen, damit Wildvögel keine Anlaufstelle zum Rasten mehr auf dem Zoogelände haben.

Wer einen Gänse- oder Entenbraten zu den Festtagen servieren möchte, muss sich keine Sorgen machen, sofern er das Fleisch in einem Supermarkt kauft. „Was in den Verkauf kommt, ist vorher kontrolliert worden und kann deshalb bedenkenlos gegessen werden“, sagt Regionssprecherin Pförtner. Auch Restaurants unterlägen regelmäßigen Lebensmittelkontrollen. Geflügel aus dem Sperrbezirk indes darf den Stall einstweilen nicht verlassen – und wird daher wohl an Gewicht verlieren. Landwirt Martin Schönhoff aus Hellendorf in der Wedemark ist noch nicht direkt betroffen, sagt aber: „Angesichts der Situation rate ich, jetzt zu kaufen und die Gans bis Weihnachten einzufrieren.“

Von Isabel Christian, Martin 
Lauber und Ursula Kallenbach

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Die Vogelgrippe ist in der Region Hannover angekommen. Um den Fundort wird ab Dienstag ein Sperrbezirk gezogen. Hunde im Umkreis von rund 10 Kilometern müssen an die Leine, Katzen im Haus bleiben.

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